Marktbericht New York
Dow Jones schließt wieder unter 14 000 Punkten

Sorgen vor einer konjunkturellen Abkühlung haben am Mittwoch für Verkaufsstimmung an den US-Börsen gesorgt. Die Anleger befürchteten, dass der Arbeitsmarktbericht am Freitag unangenehme Überraschungen liefern könnte. Für Nervosität sorgten auch Herabstufungen im Technologiesektor.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,56 Prozent leichter bei 13 968 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 13 947 und 14 038 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,46 Prozent nach auf 1 539 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq verlor 0,64 Prozent auf 2 729 Stellen.

„Es gibt noch jede Menge Probleme da draußen“, sagte Gary Shilling von A. Gary Shilling & Co. in New Yersey. „Trotz vieler Hoffnungen hat sich die Lage im Immobiliensektor nicht zum besseren gewendet“. Sollten die Arbeitsmarktdaten am Freitag schlecht ausfallen, könnte sich die Auffassung durchsetzen, dass die USA am Rande einer Rezession stehen oder der Abschwung bereits da sei.

Große Industriefirmen wie Boeing folgten dem Abwärtstrend, den Technologietitel eingeläutet hatten. Die Aktien des Flugzeugbauers verbilligten sich um mehr als ein Prozent auf 104,72 Dollar. Die Papiere des weltgrößten Chipherstellers Intel fielen nach einer zurückhaltenden Bewertung der Investmentbank Morgan Stanley um 2,16 Prozent auf 25,81 Dollar. Der IBM-Kurs gab um 1,66 Prozent auf 116,40 Dollar nach, nachdem die EU angekündigt hatte, sie wolle die Übernahmepläne des US-Computerkonzerns für die schwedische Softwarefirma Telelogic AB genauer unter die Lupe nehmen.

Die Aktien des Speicherchipherstellers Micron Technology sackten um fast neun Prozent auf 10,74 Dollar ab, weil die Firma am Dienstag rote Zahlen für das abgelaufene Geschäftsquartal vermeldete.

Die Investmentbank Bear Stearns kündigte im Zuge der US-Hypothekenkrise die Entlassung von 300 Mitarbeitern an. Die Papiere verbilligten sich um 0,23 Prozent auf 128,28 Dollar.

Unter einem Rückgang des Ölpreises litten Energietitel: Papiere von Exxon Mobil verbilligten sich um ein Prozent auf 91,33 Dollar. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl hatte in New York um 0,27 Cent auf 79,78 Dollar nachgegeben.

Größere Verluste im Aktienhandel wurden durch positiv aufgenommene Daten vom Dienstleistungssektor verhindert. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) sank zwar auf 54,8 von 55,8 Zählern im August. Mit einem Stand von über 50 Zählern signalisiert der Index jedoch weiter eine expandierende Geschäftstätigkeit des Sektors, der 80 Prozent der US-Wirtschaft ausmacht.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,25 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 224 Werte legten zu, 2 061 gaben nach und 114 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,89 Milliarden Aktien 1128 im Plus, 1 805 im Minus und 132 unverändert.

An den US-Kreditmärkten sanken die zehnjährigen Staatsanleihen um 7/32 auf 101-16/32. Sie rentierten mit 4,557 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 14/32 auf 103-05/32 und hatten eine Rendite von 4,798 Prozent.

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