Marktbericht New York
GE drückt US-Börsen tief ins Minus

Überraschend schlechte Quartalszahlen und eine Gewinnwarnung des Mischkonzerns General Electric haben die US-Börsen zum Wochenausklang tief ins Minus gedrückt. Alle drei großen Indizes verloren mehr als zwei Prozent. In den Abwärtssog gerieten vor allem Finanztitel.

HB NEW YORK. Eine Prognosesenkung für das Gesamtjahr und ein Rückgang des GE-Gewinns um sechs Prozent schürten erneut Rezessionsängste. Verstärkt wurden die Sorgen der Investoren durch schwächer als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Freitag 2,04 Prozent tiefer bei 12 325 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 12 302 und 12 580 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank ebenfalls 2,04 Prozent auf 1332 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gab 2,61 Prozent auf 2290 Stellen nach. In Deutschland drehte der Dax nach den GE-Nachrichten ins Minus und beendete den Handel 1,5 Prozent tiefer bei 6604 Punkten.

Im Wochenverlauf verlor der Dow 2,3 Prozent, der S&P-500 sank 2,7 Prozent und der Nasdaq 3,4 Prozent gab nach. Sowohl Finanz- als auch Industrie- und Gesundheitssparte des nach Marktkapitalisierung zweitgrößten US-Unternehmens erwirtschafteten weniger als im Vorjahr. "Das ist die Bestätigung, dass wir uns bereits in einer Rezession befinden", sagte Jerome Heppelmann von Liberty Ridge Capital.

"Die Ergebnisse bekräftigen, dass wir es mit einem Abschwung auf breiter Front zu tun haben und auch die auf einen längeren Zyklus ausgelegten Geschäfte erfasst sind", sagte Stephen Surpless von Cantor Fitzgerald in London. "Die Kreditkrise wirkt sich jetzt auf die Realwirtschaft aus und das wird sich 2008 kaum mehr ändern." GE-Aktien brachen um 12,8 Prozent auf 32,05 Dollar ein und verzeichneten damit den stärksten Verlust seit dem Börsenkrach von 1987.

In den Abwärtssog gerieten auch Finanztitel. Die Papiere von JPMorgan schlossen drei Prozent tiefer bei 42,53 Dollar. Die Aktien der krisengeschüttelten Citibank fielen um 1,5 Prozent auf 23,36 Dollar. Das Institut erwägt Finanzkreisen zufolge eine Aufspaltung oder einen Verkauf seines Deutschland-Geschäfts.

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