Marktbericht New York
Gedrückte Stimmung an der Wall Street

Der US-Aktienmarkt mussten am Donnerstag Verluste hinnehmen. Überraschend schwache Konjunkturdaten und enttäuschende Unternehmensprognosen haben die Wall Street belastet. Es gab aber auch Gewinner an den US-Börsen.

HB NEW YORK. Ein Regierungsbericht zur Produktivität und Lohnkostenentwicklung fachte unter den Börsianern die Sorge an, dass sich das Wirtschaftswachstum abschwächen und die Inflation anziehen könnte. Das drückte die Stimmung an der Wall Street. Eine zurückhaltende Umsatzprognose des Einzelhändlers Wal-Mart belastete zusätzlich. Der PC-Hersteller Dell profitierte indes von einer besseren Beurteilung durch Analysten, was die Verluste an der Nasdaq in Grenzen hielt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent schwächer bei 12 018 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 11 979 und 12 023 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab etwas nach auf 1367 Zähler. Der Index der Technologie-Börse Nasdaq tendierte nach anfänglichen Verlusten nahezu unverändert bei 2334 Punkten.

Zu den Kursverlusten habe neben dem enttäuschenden Ausblick von Wal-Mart vor allem der Regierungsbericht zur Produktivität und Lohnkostenentwicklung beigetragen, sagte Analyst Michael Sheldon. Das Arbeitsministerium hatte zuvor bekannt gegeben, dass die Produktivität der US-Wirtschaft im dritten Quartal stagnierte. Analysten hatten einen Anstieg von 1,3 Prozent erwartet. Zudem stiegen die Lohnkosten stärker als erwartet.

Der weltgrößte Einzelhändler teilte mit, für den laufenden Monat mit einem stagnierenden Umsatz zu rechnen. Konkurrent Target veröffentlichte zudem seine Umsatzzahlen für Oktober, die unter den Erwartungen lagen. Der Aktienkurs von Wal-Mart ging rund 1,2 Prozent auf 48,29 Dollar nach unten. Target gaben rund 1,3 Prozent auf knapp 57 Dollar nach.

Zu den Gewinnern gehörten die Anleger von Dell, die sich über einen Kursanstieg von rund 3,3 Prozent auf 24,80 Dollar freuen konnten. Die Investmentbank Goldman Sachs hatte zuvor ihr Rating für Dell angehoben.

Die Aktien des Software-Unternehmens Novell stiegen um knapp 16 Prozent auf 6,79 Dollar. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft wolle ein Bündnis mit Novell schließen, um sein Betriebssystem Windows mit der Open-Source-Software Linux zu verknüpfen. Microsoft-Aktien tendierten kaum verändert.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,68 Mrd. Aktien den Besitzer. 1460 Werte legten zu, 1833 gaben nach und 181 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,94 Mrd. Aktien 1269 im Plus, 1796 im Minus und 135 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 8/32 auf 102-03/32. Sie rentierten mit 4,604 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 15/32 auf 96-16/32 und hatten eine Rendite von 4,720 Prozent.

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