Marktbericht New York
GM-Aktie beflügelt US-Börsen

Ein Kurssprung des Autobauers General Motors hat den US-Börsen am Freitag leichte Gewinne beschwert. Zudem waren zum Wochenausklang Schnäppchenjäger unterwegs. Enttäuschende Nachrichten gab es dagegen vom US-Weihnachtsferiengeschäft.

NEW YORK. Das Handelsvolumen war Börsianern zufolge nach der feiertagsbedingten Pause wie bereits in den vergangenen Tagen äußerst dünn. Kursbewegungen seien dann häufig zufallsbedingt und hätten wenig mit der Marktstimmung zu tun. Zudem standen keine wichtigen Unternehmens- und Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an.

Anders der Fall beim angeschlagenen US-Autobauer GM: Der Hersteller profitierte von der Umwandlung der zu ihm gehörenden Hypotheken- und Autobank GMAC in eine Geschäftsbank, wodurch er Zugriff auf weitere Staatshilfen bekommen könnte. Außerdem standen die Papiere von Apple und Wal-Mart im Blickpunkt. Der Einzelhandelsriese startet am Sonntag mit dem Verkauf des Kulthandys iPhone.

Vor dem Wochenende waren laut Händlern auch einige Schnäppchenjäger unterwegs. "Es gibt viele Gelegenheiten auf Sicht von 24 bis 36 Monaten", sagte Ron Weiner von RDM Financial. Die Talsohle an den Börsen sei zwar noch nicht erreicht. Aber anstatt nur auf Bargeld zu setzen suchten manche Börsianer wieder verstärkt nach Anlagemöglichkeiten an den Aktienmärkten. Da viele Investoren über die Feiertage verreist sind, blieben die Umsätze aber vergleichsweise niedrig.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,6 Prozent auf 8515 Punkte zu. Dabei pendelte er zwischen 8468 und 8533 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 schloss 0,5 Prozent im Plus bei 872 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,4 Prozent auf 1530 Punkte. Im Wochenverlauf verlor der Dow 0,7 Prozent, der S&P-500 1,7 Prozent und die Nasdaq 2,2 Prozent. In Deutschland blieben die Börsen wegen des zweiten Weihnachtsfeiertags geschlossen.

Für gute Stimmung sorgte bei den Händlern der Kurssprung der GM-Aktie, die um 12,6 Prozent zulegte. Die US-Notenbank Fed hatte am Mittwoch wegen "ungewöhnlicher und dringender Gegebenheiten" der Umwandlung des Hypotheken- und Autokreditgebers GMAC in eine Geschäftsbank zugestimmt. GMAC gehört den angeschlagenen US-Autobauern General Motors und Chrysler, die durch günstige Kredite in der Vergangenheit den Verkauf ihrer Fahrzeugen angekurbelt haben. Durch die Umwandlung zur Geschäftsbank hat GMAC die Möglichkeit, an dem 700 Milliarden Dollar schweren Rettungspaket der US-Regierung für die Finanzbranche teilzuhaben.

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