Marktbericht New York: Konjunkturoptimismus belebt US-Börsen

Marktbericht New York
Konjunkturoptimismus belebt US-Börsen

Nach drei verlustreichen Wochen sind die amerikanischen Aktienbörsen mit Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Eine deutlich optimistischere Stimmung in den Einkaufsabteilungen der Industrie signalisierte nach Einschätzung der Investoren, dass die Erholung der US-Wirtschaft Tritt gefasst hat. Zudem lösten überraschend gute Quartalszahlen des Ölriesen Exxon Mobil Zuversicht aus.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg 1,2 Prozent auf 10 185 Punkte, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 10 069 und 10 190 Punkten gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte 1,4 Prozent auf 1 089 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,1 Prozent auf 2 171 Punkte hinzu.

Die US-Industrie hat zu Jahresbeginn deutlich an Schwung gewonnen. Der Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager stieg auf 58,4 von 54,9 Punkten im Vormonat. Das ist der höchste Stand seit August 2004. Experten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf lediglich 55,5 Punkte gerechnet. „Die Märkte konzentrieren sich wieder stärker auf die Gewinne der Unternehmen, dazu kommen die positiven Daten der Einkaufsmanager“, sagte Burt White, Direktor von LPL Financial. „Politik und schlechte Quartalsberichte sind jetzt nicht mehr so wichtig“

Der größte US-Ölkonzern Exxon Mobil verbuchte zum Jahresschluss 2009 mit 6,05 Mrd. Dollar mehr Gewinn als erwartet. Die Aktien verteuerten sich mehr als 2,7 Prozent. Auch Industrieunternehmen zählten zu den Tagessiegern. Die Aktien des Aluminium-Herstellers Alcoa stiegen knapp fünf Prozent, die Papiere des Stahlunternehmens U.S. Steel sogar 6,5 Prozent. Auch die Aktien der Fast-Food-Kette McDonald's legten 2,3 Prozent zu. Firmenchef Jim Skinner sagte Reuters, guten US-Umsätze im Dezember signalisierten ein nachhaltiges Wachstum. An der Nasdaq gewann Apple 1,4 Prozent. Der Kurs von IBM wurde mit Aufschlägen von 2,3 Prozent gehandelt zu und gehörte damit zu den treibenden Kräften im Dow.

Zu den Verlieren zählten die Anteile des Online-Händlers Amazon, die 5,2 Prozent, beziehungsweise 6,8 Prozent abrutschten. Amazon könnte nach einem außergerichtlichen Vergleich gezwungen sein, für einige seiner E-Books die Preise anzuheben.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,04 Mrd. Aktien den Besitzer. 2 411 Werte legten zu, 642 gaben nach und 86 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,23 Mrd. Aktien 1 709 im Plus, 972 im Minus und 108 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 17/32 auf 97-21/32 nach. Sie rentierten mit 3,658 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 39/32 auf 96-27/32 und hatten eine Rendite von 4,569 Prozent.

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