Marktbericht New York
Konjunturdaten und Lennar belasten US-Börsen

Die US-Börsen haben am Dienstag wegen Sorgen um die Konjunktur in den USA schwächer geschlossen. Auslöser der Furcht an der Wall Street war der stärker als erwartet gefallene Index zum Verbrauchervertrauen. Zudem nährte der Gewinneinbruch des drittgrößten US-Hausbauunternehmens Lennar die Zweifel an der Wirtschaftsentwicklung.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag 0,58 Prozent im Minus bei 12.397 Punkten. Er pendelte zwischen 12.377 und 12.469 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,62 Prozent auf 1429 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,74 Prozent auf 2.437 Stellen.

Anlass für die Verluste war die Bekanntgabe des Index über das Verbrauchervertrauen im März: Er fiel auf 107,2 von nach unten revidierten 111,2 Zählern im Februar, wie das Forschungsinstitut Conference Board mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang auf 108,5 Punkte gerechnet. Vor allem die gestiegenen Gaspreise und die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten hätten die Stimmung der Verbraucher getrübt, erklärte das Institut.

Das Bauunternehmen Lennar gab einen Einbruch des Gewinns im ersten Geschäftsquartal um rund 73 Prozent bekannt. Seine Prognose für das Gesamtjahr 2007 zog der Konzern zurück. Außerdem erklärte Lennar, die Probleme auf dem Hypothekenmarkt hätten die ohnehin geschwächte Branche belastet. Die Krise zieht die Börsen schon seit längerem in Mitleidenschaft.

"Die Zahlen zum Verbrauchervertrauen und die Äußerungen zu den Häuserpreisen haben das Vertrauen des Marktes untergraben, dass wir im ersten Quartal Geschäftszahlen bekommen werden, die den Markt trotz Widerstands antreiben", sagte Analyst Marc Pado von Cantor Fitzgerald & Co.

Diese Interpretation führte an den Börsen zu Kursverlusten vor allem von Unternehmen der Wohnbaubranche. Lennars Papiere schlossen 0,09 Prozent niedriger bei 44,50 Dollar, nachdem sie im Handelsverlauf auf 42,64 Dollar abgeglitten waren. Konkurrent KB Home büßte 1,48 Prozent auf 45,31 Dollar ein.

Diesem Trend folgten die Aktien anderer Branchen. Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart fiel 0,73 Prozent auf 47,49 Dollar. Wenn das Verbrauchervertrauen nachlässt, könnten viele Konsumenten zum Leidwesen der Supermärkte weniger Anschaffungen tätigen, befürchteten Anleger.

Auch große Industriekonzerne riss die Entwicklung ins Minus: Das Chemieunternehmen DuPont verlor 3,02 Prozent auf 49,81 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,38 Milliarden Aktien den Besitzer. 1015 Werte legten zu, 2283 gaben nach und 162 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,72 Milliarden Aktien 1013 im Plus, 2015 im Minus und 129 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 2/32 auf 100-2/32. Sie rentierten mit 4,614 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 2/32 auf 99-1/32 und hatten eine Rendite von 4,811 Prozent.

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