Marktbericht New York
Leichte Gewinne zum Fest

Die US-Börsen haben an Heiligabend trotz schlechter Konjunkturdaten mit leichten Gewinnen den Handel beendet. Ingesamt blieben die Umsätze am verkürzten Handelstag am Mittwoch wie schon an den Tagen zuvor niedrig, da sich Investoren im ablaufenden Jahr nicht mehr großartig engagieren wollten.

HB NEW YORK. Daten über den Arbeitsmarkt und das Konsumverhalten zeigten, dass die USA immer tiefer in die Rezession rutscht. Das Szenario war von Analysten weitgehend erwartet worden. Der Ölpreis setzte seine Talfahrt angesichts trüber Aussichten für die Weltwirtschaft fort.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,6 Prozent auf 8468 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gewann legte ebenfalls 0,6 Prozent zu auf 868 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 0,2 Prozent im Plus bei 1524 Punkten. Am 25. Dezember, an dem in Amerika traditionell Weihnachten gefeiert wird, bleiben die US-Börsen geschlossen. Die Börse in Frankfurt ist von Heiligabend bis Montag geschlossen. Die Märkte in London und Paris, wo am Mittwoch bis zum Mittag gehandelt wurde, schlossen mit leichten Verlusten.

In den USA stellten in der vergangenen Wochen nach Angaben des Handelsministeriums so viele Amerikaner einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe wie seit 26 Jahren nicht mehr. Zudem sparen die US-Bürger vermehrt Geld anstatt es auszugeben. Die Sparrate stieg im November auf 2,8 Prozent des verfügbaren Einkommens. "Wir sind in einer Phase, in der man schwache Konjunkturdaten erwarten muss und das wird eine Weile so weitergehen", sagte Tim Ghriskey von Solaris Asset Management. "Aber das Finanzsystem kann sich erholen und bei den Kursen gibt es reichlich Luft nach oben".

Der Preis für ein Fass US-Leichtöl sank rund 1,5 Dollar auf 37,54 Dollar. Das Fass Brent verbilligte sich ebenfalls und kostete 38,43 Dollar. "Die Ölpreise fallen im Schlepptau der Börsenkurse weiter und das wird tendenziell im nächsten Jahr weitergehen", sagte Analyst Rob Laughlin von MF Global. Der Ölpreis ist seit Jahresanfang um rund 60 Prozent gefallen. Auch eine drastische Drosselung der Fördermenge der Opec konnte die Talfahrt bisher nicht stoppen.

Die Supermarkt-Kette Wal-Mart legte nach eigenen Angaben einen Rechtsstreit wegen des Vorwurfs von Gehaltsmanipulation bei. Dadurch entsteht dem Einzelhandelsriesen im vierten Quartal Aufwendungen von 250 Mio. Dollar. Die Aktien von Wal-Mart legte 0,3 Prozent zu. Die Aktien von General Motors, das kürzlich Hilfszusagen von der US-Regierung bekam, legte ebenfalls 0,3 Prozent zu. Die Papiere von Konkurrent Ford, der vorerst ohne staatliche Hilfen zurechtkommen will, verloren dagegen 3,7 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,4 Mrd. Aktien den Besitzer. 1787 Werte legten zu, 1221 gaben nach und 116 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 0,51 Mrd. Aktien 1407 im Plus, 1258 im Minus und 172 unverändert. An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 06/32 auf 99,23/32 nach. Sie rentierten mit 1,554 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 02/32 auf 113-25/32 und hatten eine Rendite von 2,187 Prozent.

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