Marktbericht New York
Merck-Urteil belastet Wall Street

Ein Schmerzensgeld-Urteil gegen den Pharmakonzern Merck und enttäuschende Einzelhandelszahlen haben den New Yorker Aktienmärkten am Donnerstag Kursverluste beschert. Auch ein Bericht über die Rolle von US-Präsident Bush in der CIA-Affäre wirkte belastend.

HB NEW YORK. Ein weiterer Anstieg des Ölpreises drückten die Kurse zusätzlich.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,21 Prozent schwächer bei 11.216 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 11 167 und 11 246 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,19 Prozent auf 1309 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq blieb nahezu unverändert bei 2361 Stellen.

"Die Nachrichten, dass Bush von der Weitergabe geheimer Informationen wusste oder sie sogar genehmigte, ziehen den Markt runter", sagte Tom Schrader von Stiftel Nicolaus Capital Markets. In der Affäre soll Bush nach den Worten eines früheren Mitarbeiters des Präsidialamtes die Weitergabe geheimer Informationen an die Medien genehmigt haben. Dies ging aus Gerichtsakten in dem Verfahren um die illegale Enttarnung einer CIA-Agentin hervor.

Die Nachrichten über Bush waren jedoch nicht der einzige Dämpfer für die Wall Street. "Die überraschend schwächeren Einzelhandelsumsätze und das gemischte Urteil der Geschworenen gegen Merck haben einen Schatten auf den Markt geworfen", sagte Fred Dickson von D.A. Davidson. Die Anteilsscheine von Merck fielen um 3,2 Prozent auf 34,84 Dollar, nachdem eine Jury dem Pharmakonzern eine weitere Niederlage im Streit um sein Schmerzmittel Vioxx beschert hatte.

Die Geschworenen sprachen einem 77-jährigen Kläger, der nach der Vioxx-Einnahme einen Herzinfarkt erlitten hatte, Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 4,5 Millionen Dollar zu. Der Firma drohen wegen Vioxx noch Zivilklagen von Tausend weiteren Geschädigten.

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