Marktbericht New York
Microsoft treibt US-Börsen an

Eine milliardenschwere Übernahme durch Microsoft und überraschend freundliche Konjunkturdaten haben den Dow-Jones-Index am Freitag auf einen neuen Höchststand steigen lassen. Selbst der hohe Ölpreis konnte den Anlegern die Stimmung zum Wochenende hin nicht vermiesen.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss bei 13 556 Punkten. Im Handelsverlauf war er zwischen 13 558 und 13 476 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,66 Prozent auf 1522 Zähler zu. Der Technologie- Index Nasdaq gewann 0,75 Prozent auf 2558 Punkte. Auf Wochensicht gewann der Dow 1,7 Prozent und der S&P 1,1 Prozent. Die Nasdaq verlor indes 0,15 Prozent.

„Der Microsoft-Deal und andere Geschäfte sorgen für etwas Aufsehen an der Börse - trotz der höheren Energiepreise“, sagte Analyst Ron Kiddoo von Cozad Asset Management. Der weltgrößte Softwarekonzern hatte zuvor angekündigt, die Online-Werbefirma aQuantive für rund sechs Mrd. Dollar oder 66,50 Dollar je Aktie zu kaufen. Mit der größten Übernahme in seiner Geschichte will Microsoft seine Position im Online-Werbemarkt stärken und den Abstand zu Google verkürzen. Die Aktien von aQuantive schlossen mit 63,79 Dollar 78 Prozent im Plus. Microsoft-Papiere gaben rund 0,5 Prozent nach.

Von den weiterhin hohen Energiepreisen profitierten wieder die Anleger des Ölkonzerns Exxon, dessen Aktienkurs um rund 1,8 Prozent stieg. Der Preis für ein Fass (159 Liter Öl) der Nordseesorte Brent lag im späten US-Handel bei 69,47 Dollar und damit unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 70 Dollar, die am Nachmittag noch überschritten war. Ein Fass US-Leichtöl verbilligte sich nach einem Anstieg am Vortag ebenfalls auf 64,85 Dollar je Barrel.

Für Kauflaune sorgten Nachrichten über den Mischkonzern General Electric, dessen Aktien um rund 1,2 Prozent auf 36,96 Dollar zulegten. Grund war ein Zeitungsbericht, demzufolge der Konzern kurz vor dem milliardenschweren Verkauf seiner Kunststoff-Sparte steht. Am Donnerstag zählten GE-Aktien wegen der hohen Ölpreise noch zu den größten Verlieren. Neben den Übernahme- und Verkaufsnachrichten sorgten auch Konjunkturdaten für eine positive Grundstimmung. Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes war im Mai überraschend gestiegen: Der entsprechende Index von Reuters und der Universität Michigan legte auf 88,7 Punkte zu. Volkswirte hatten mit einem Rückgang gerechnet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,65 Mrd. Aktien den Besitzer. 2069 Werte legten zu, 1221 gaben nach und 154 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,04 Mrd. Aktien 1913 im Plus, 1091 im Minus und 163 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 12/32 auf 97-18/32. Sie rentierten mit 4,810 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken um 22/32 auf 96-22/32 und hatten eine Rendite von 4,964 Prozent.

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