Marktbericht New York
Ölpreis belastet US-Börsen

Die Sorge um die Entwicklung der Ölpreise hat am Dienstag den Kursen an der Wall Street eine Talfahrt beschert. Die US-Aktienmärkte waren zunächst mit Gewinnen in den Handel gestartet, drehten dann aber auf Grund der Energiepreise in die Verlustzone.

HB NEW YORK. Auch die Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, der sein ölreiches Land zur Atommacht erklärt hatte, trugen zu den Kursverlusten bei. Die steigenden Ölpreise weckten Bedenken, die Ausgaben der US-Verbraucher könnten sinken - und damit auch die Gewinne der Unternehmen.

"Die anhaltenden Sorgen über Energiepreise, Zinssätze und möglicherweise die Angst vor einer Auseinandersetzung mit dem Iran" treibe die Aktienkurse nach unten, sagte Ray Rund von ShakerInvestments.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,46 Prozent leichter bei 11.090 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 11.053 und 11.186 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,77 Prozent auf 1286 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq notierte 0,98 Prozent schwächer bei 2310 Stellen.

Die Ölpreise kletterten auf neue Rekordstände und näherten sich der Marke von 70 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter). Eine starke Nachfrage in den USA und China sowie Sorgen über den Nachschub aus Nigeria, dem Iran und dem Irak trieben den Preis in die Höhe. Der Preis für ein Barrel US-Rohöl zur Lieferung im Mai lag zum Börsenschluss bei 68,91 Dollar. Am Vormittag hatte er zeitweise eine Höchststand von 69,45 Dollar erreicht.

Zu den Gewinnern gehörten die Anteilsscheine von Ölunternehmen wie Conoco-Phillips, die um 0,99 Prozent auf 67,36 Dollar zulegten. Die Aktien von Exxon Mobil gingen um 0,1 Prozent auf 62,00 Dollar nach oben.

Insgesamt trieb der steigende Ölpreis jedoch die Kurse in den Keller. Zu den größten Verlierern gehörten die Anteilsscheine des Nahrungsmittel- und Tabakkonzerns Altria, die um 1,03 Prozent auf 69,32 Dollar nachgaben. Die Papiere des nach Marktwert weltgrößten Versicherers American International Group verloren nach Sorgen vor steigenden Zinsen 1,25 Prozent auf 63,39 Dollar.

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