Marktbericht New York
Sinkender Ölpreis treibt US-Börsen an

Die US-Börsen haben am Freitag einen Teil der jüngsten Kursverluste wieder wettgemacht. Händler machten den jüngsten Ölpreisrückgang für die gute Stimmung verantwortlich. Äußerungen einer Vertreterin der US-Notenbank zur Inflation stützten den Trend. Neue Anzeichen für eine Abschwächung des Immobilienmarktes bremsten den Höhenflug allerdings etwas.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,54 Prozent bei 11 392 Punkten, nachdem er sich im Handelsverlauf zwischen 11 331 und 11 402 Zählern bewegt hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,38 Prozent auf 1299 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 0,49 Prozent auf 2166 Zähler. Im Wochenverlauf verlor der Dow Jones dennoch 0,62 Prozent. Der S&P büßte 0,92 Prozent ein, der Nasdaq 1,2 Prozent.

Nach den Verlusten der Vortage seien die Kurse für einen Aufschwung bereit gewesen, sagte Chef-Aktienhändler Evan Olsen von der Investmentbank Stephens. „Der Rückgang beim Öl wirkt sich immer positiv auf den breiteren Markt aus.“

Meldungen über einen Anstieg der US-Treibstoffvorräte ließen den Ölpreis den fünften Tag in Folge sinken. Unterstützt wurde die Tendenz durch die Ankündigung des britisch-niederländischen Konzerns BP, die wegen maroder Pipelines teilweise gestoppte Förderung auf einem Ölfeld in Alaska könne schneller als erwartet wieder in vollem Umfang aufgenommen werden. Der Preis für leichtes US-Rohöl erreichte zwischenzeitlich den tiefsten Stand seit fünf Monaten und lag bei Börsenschluss mit 66,25 Dollar 1,07 Dollar niedriger als am Vortag.

Die Präsidentin der Zentralbank von Cleveland, Sandra Pianalto, bezeichnete die Inflation zwar als Anlass zur Sorge. Die letzten Zinsschritte der US-Notenbank hätten aber noch nicht ihre volle Wirkung entfaltet. Auch ihr Hinweis auf Anzeichen einer Abschwächung der Konjunktur dämpfte Sorgen der Aktienhändler, die Fed könne die Zinsen schon bald nochmals anheben. Die Inflation scheine nicht außer Kontrolle zu sein.

Der drittgrößte US-Baukonzern Lennar warnte wie zuvor andere Firmen der Branche vor einem rückläufigen Immobilienmarkt und senkte seine Gewinnprognose für das dritte Quartal. Der Lennar-Aktienkurs sank daraufhin um 1,25 Prozent auf 42,71 Dollar. Schon im Laufe der Woche hätten die Immobilienpreise als mögliches Vorzeichen einer Rezession zu Sorgen an den Börsen geführt, sagte Anthony Conroy vom Aktienhändler BNY Brokerage. Doch die Entwicklung der Öl- und Rohstoffpreise verbessere nun die Gewinnaussichten vieler Unternehmen.

Der sinkende Ölpreis drückte dagegen die Energiewerte ins Minus. So verloren Chevron 1,80 Prozent auf 64,22 Dollar. Exxon Mobil gaben 1,30 Prozent auf 66,81 Dollar nach.

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