Marktbericht New York
Sorgen belasten US-Börsen

Gewinne von Energietiteln und Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der US-Konjunktur haben am Freitag den New Yorker Börsen zu Gewinnen verholfen. Schwache Arbeitsmarktdaten weckten bei den Anlegern zudem Spekulationen.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent niedriger bei 12 609 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12 528 und 12 688 Punkten bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,1 Prozent auf 1 370 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 0,3 Prozent auf 2 370 Punkte. Der deutsche Leitindex Dax hatte den Handel zuvor 0,3 Prozent höher bei 6 763 Zählern beendet. Im Wochenverlauf gewann der Dow 3,2 Prozent, der S&P 4,2 Prozent und der Nasdaq 4,9 Prozent. Für den Technologie-Index war es der höchste Zuwachs in einer Woche seit August 2006.

Mehrere Banken verzeichneten Kursverluste, nachdem ihnen ein Analystenbericht schwindende Gewinnaussichten wegen der Kreditkrise attestierte. Die Aktie der Citigroup gab 1,2 Prozent auf 24,08 Dollar ab, das Papier der Bank of America 2,4 Prozent auf 39,41 Dollar. Zudem stufte die Ratingagentur Fitch den Anleiheversicherer MBIA herunter. Dessen Kurs verlor daraufhin 4,7 Prozent auf 13,61 Dollar.

Die Zahl der Beschäftigten im März ging neuen Daten des US-Arbeitsministeriums zufolge stärker zurück als erwartet. Die Arbeitslosenquote erreichte mit 5,1 Prozent den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Dies schürte Sorgen vor einer Rezession, weckte aber auch Hoffnungen auf neue Stützungsmaßnahmen der US -Notenbank Fed. "Die Tatsache, dass wir Jobs verloren haben, legt nahe, dass die Fed die Zinsen weiter senken und dies zu einer sehr starken Erholung in der zweiten Jahreshälfte führen wird", sagte Peter Jankovskis von OakBrook Investments.

Wegen Kursverlusten des Dollars infolge der Daten rückten Rohstoffe in den Fokus der Anleger. An den Aktienmärkten profitierten in der Folge Energiefirmen von einem um 2,3 Prozent auf 106,19 Dollar gestiegenen Preis für leichtes US-Rohöl. Das Papier von Exxon Mobil verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 88,74 Dollar.

Der Autohersteller General Motors wurde durch den Rückzug eines Investors aus dem milliardenschweren Finanzierungspaket zur Rettung seiner insolventen früheren Zuliefer-Tochter Delphi in Mitleidenschaft gezogen, der zu neuen Belastungen für GM führen könnte. GM -Papiere verloren 4,7 Prozent auf 20,58 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,24 Mrd. Aktien den Besitzer. 1 712 Werte legten zu, 1 386 gaben nach und 107 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,98 Mrd. Aktien 1 465 im Plus, 1 392 im Minus und 139 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 33/32 auf 100-8/32. Sie rentierten mit 3,469 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 42/32 auf 101-2/32 und hatten eine Rendite von 4,310 Prozent.

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