Marktbericht New York
Streik-Ende gibt US-Börsen Auftrieb

Angeführt von Caterpillar-Aktien hat der Dow Jones am Donnerstag etwas fester geschlossen. Das Ende des Streiks im New Yorker Nahverkehr verhalf den Kursen laut Händlern ebenso zu Gewinnen wie die jüngsten Konjunkturdaten. Allerdings sei der Markt bei für das Jahresende typisch niedrigen Umsätzen anfälliger für Schwankungen als sonst. Insgesamt blieben die Kursgewinne angesichts eines magerer als erwarteten Weihnachtsgeschäfts im Einzelhandel begrenzt.

HB NEW YORK. Der Leitindex Dow Jones legte bis zum Handelsschluss ein halbes Prozent auf 10 889 Punkte zu. Im Tagesverlauf pendelte er zwischen 10 829,16 und 10 891,04 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,4 Prozent auf 1268 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte knapp 0,7 Prozent auf 2246 Zähler.

Nach drei Tagen endete der Streik im New Yorker Nahverkehr. Der Vorstand der Gewerkschaft TWU beschloss am Donnerstag mit großer Mehrheit, dass die Bus- und Bahnarbeiter wieder zur Arbeit gehen sollen. Zuvor war offenbar eine Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen vereinbart worden. „Wenn die Anleger auf ein Signal für den Einstieg gewartet haben, dann ist es das. Das Ende des Streiks in New York ist gut für das Geschäft. Und ich würde davon ausgehen, dass dies eine Rally unterstützen könnte“, sagte Stratege Michael Metz von Oppenheimer Holdings.

Dem Markt ebenfalls Unterstützung gaben Konjunkturdaten. Die Preise auf Basis der Konsumausgaben legten im November ohne Energie- und Lebensmittelkosten um nur 0,1 Prozent zu. Die US-Notenbank erachtet diese Zahl als einen wichtigen Indikator für die Inflation. Daher nährten die Daten die Erwartungen, die US-Währungshüter könnten ihren Zinserhöhungszyklus bald beenden. „Die Anleger scheinen endlich auf günstige Konjunkturdaten zu reagieren“, sagte Analyst Peter Cardillo von S.W. Bach & Co. „Die Volumina schwinden wegen der Feiertage, aber es gibt noch viele Käufer.“

Dem Dow verhalfen die Papiere des Baumaschinenherstellers Caterpillar ins Plus. Diese stiegen um 2,4 Prozent auf 58,45 Dollar, nachdem Credit Suisse First Boston sie als lukrative Anlage für das kommende Jahr empfahl. Zu den Gewinnern zählten auch die Papiere von General Electric (GE). Der Mischkonzern kauft für rund 3,2 Mrd. Dollar in bar die Immobilienfirma Arden Realty. Die Papiere von GE verteuerten sich um ein Prozent auf 35,42 Dollar. Die Aktien des Vertreibers von Linux-Software Red Hat kletterten um 4,7 Prozent auf 27,80 Dollar.

Zu den Verlierern gehörten die Titel von Microsoft, die ein halbes Prozent auf 26,59 Dollar einbüßten. Die EU-Kommission sieht anhaltende Verstöße von Microsoft gegen Kartell-Auflagen und drohte dem Softwareriesen mit einer täglichen Strafe von bis zu zwei Mill. Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,34 Mrd. Aktien den Besitzer. 2095 Werte legten zu, 1261 gaben nach und 162 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,52 Mrd. Aktien 1906 im Plus, 1164 im Minus und 147 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 100-16/32. Sie rentierten mit 4,437 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 34/32 auf 111-09/32 und erzielten eine Rendite von 4,611 Prozent.

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