Marktbericht New York
US-Aktienmärkte profitieren vom Ölpreis

Die US-Börsen haben am Dienstag im Handelsverlauf deutlichen Auftrieb erfahren. Unternehmensnachrichten und ein gesunkener Ölpreis sorgten für positive Stimmung auf dem Parkett. Auch die Papiere des Pharmakonzerns Merck & Co. standen unter besonderer Beobachtung.

HB NEW YORK. Analysten zufolge zeigten sich viele Investoren knapp eine Woche vor Beginn der Berichtssaison jedoch zurückhaltend. Die Anleger wollten sehen, ob sich das gute Geschäft im ersten Quartal lediglich auf einzelne Branchen wie den Energiesektor beschränke. Sorge bereiteten ihnen zudem einige Gewinnwarnungen. Die Aussicht auf einen Verkauf der Pharma-Sparte des Mischkonzerns 3M inspirierte Anleger zu Zukäufen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg am Montag um 0,63 Prozent auf 11.214 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,64 Prozent auf 1306 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 0,38 Prozent auf 2346 Zähler.

„Ein Rückgang des Ölpreises kommt eigentlich immer dem Markt zu Gute“, sagte Doug Riley von Boston Advisors. Der Preis für ein Barrel US-Öl zur Lieferung im Mai fiel um mehr als einen halben Dollar auf 66,15 Dollar, nachdem Experten vorausgesagt hatten, die Lagerbestände seien in der vergangenen Woche gestiegen.

Zu den größten Gewinnern im Dow-Jones-Index zählten die Anteilsscheine des Mischkonzerns 3M. Die Firma hatte den Verkauf einer Unternehmenssparte in Aussicht gestellt. Die 3M-Papiere notierten um 1,93 Prozent fester bei 77,30 Dollar.

Auch die Papiere des Finanzkonzerns Citigroup und der Investment-Bank JP Morgan zählten zu den Gewinnern, nachdem Analysten die Gewinnprognose für das erste Quartal angehoben hatten. Citigroup-Aktien gewannen um 1,77 Prozent auf 48,25 Dollar, die JP-Morgan-Papiere legten um 1,78 Prozent auf 42,33 Dollar zu.

Unter besonderer Beobachtung am Markt standen die Papiere des Pharmakonzerns Merck & Co. Das Unternehmen hatte seine Prognose für das erste Quartal angehoben. Allerdings lastet noch immer ein Rechtsstreit wegen des Arthritis-Medikaments Vioxx auf Merck. Die Aktien legten 0,85 Prozent auf 35,71 Dollar zu.

Die zehnjährigen Staatsanleihen fielen im Vergleich zum Montag dagegen deutlich auf 4,87 Prozent. Am Vortag hatten sie mit 4,91 Prozent ein Vier-Jahres-Hoch verbucht. „Die Inflation scheint unter Kontrolle, daher ist vielleicht das Bewußtsein gewachsen, dass ein Großteil des Anstiegs mehr mit generell guten Geschäften als mit der Inflation zu tun haben könnte“, sagte Riley weiter.

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