Marktbericht New York
US-Börsen geben deutlich nach

Zum Wochenausklang wurde die Stimmung an der Wall Street von enttäuschenden Konjunktur- und Unternehmensnachrichten belastet. Zudem kletterte der Ölpreis auf ein neues Rekordhoch, was die US-Börsen am Freitag noch weiter ins Minus drückte.

HB NEW YORK. Anleger befürchteten negative Überraschungen für die bevorstehende Berichtssaison, nachdem der US-Mischkonzern 3M Gewinn- und Umsatzprognosen zurückgeschraubt hatte. Zuvor hatte das Arbeitsministerium mitgeteilt, dass in den USA im Juni deutlich weniger neue Stellen geschaffen wurden als erwartet. Zugleich stiegen die Stundenlöhne spürbar. Dies schürte neuerliche Inflationsängste.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 1,2 Prozent leichter bei 11 090 Punkten. Im Handelsverlauf war er zwischen 11 224 und 11 066 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P 500 verlor um 0,67 Prozent auf 1265 Zähler, der Nasdaq Composite gab um 1,16 Prozent auf 2130 Punkte nach. Im Wochenverlauf verlor der Dow 0,53 Prozent, der S&P 500 gab 0,37 Prozent nach, der Nasdaq tendierte um 1,94 Prozent leichter.

Wegen einer schwächeren Nachfrage und höheren Marketingkosten revidierte 3M seine Umsatzerwartungen für das zweite Quartal nach unten. Im Gesamtjahr werde zudem der Gewinn je Aktie niedriger ausfallen als erwartet, teilte der Hersteller von Scotch-Klebeband und Post-It-Notizzetteln am Freitag mit.

An den Aktienmärkten wurde dies als schlechtes Zeichen für die bevorstehende Berichtssaison gewertet. "Für die Anlger wird immer offensichtlicher, dass sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt", sagte Michael Pento von Delta Global Advisors. Klare Anzeichen hierfür seien das unterdurchschnittliche Wachstum bei neuen Jobs in den vergangenen beiden Monaten sowie die Ankündigung von 3M. Dies sei nicht gut für Unternehmensgewinne, sagte Pento weiter. Die 3M-Anteilsscheine sackten um 8,96 Prozent auf 74,10 Dollar ab.

Die weltgrößte Kaffeehauskette Starbucks verzeichnete ebenfalls deutliche Verluste, nachdem Umsatzzahlen gerade noch die Erwartungen von Analysten erfüllt hatten. Starbucks-Papiere verloren um 4,86 Prozent auf 36,04 Dollar.

Negative Impulse kamen zudem vom Chiphersteller AMD, der seine Umsatz-Prognose für das zweite Quartal nach unten revidierte. AMD-Anteilsscheine verloren um 1,13 Prozent auf 23,56 Dollar.

Gegen den Trend legten die Aktien des US-Autobauers General Motors zu, nachdem dessen Direktorium die Aufnahme von Sondierungsgesprächen über eine Allianz mit seinen Konkurrenten Renault und Nissan gebilligt hatte. GM-Aktien verteuerten sich um knapp ein Prozent auf 29,48 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,43 Mrd. Aktien den Besitzer. 1248 Werte legten zu, 2072 gaben nach und 136 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,77 Mrd. Aktien 849 im Plus, 2172 im Minus und 124 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 11/32 auf 99-28/32. Sie rentierten mit 5,138 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 21/32 auf 89-26/32 und hatten eine Rendite von 5,176 Prozent.

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