Marktbericht New York
US-Börsen geben weiter nach

Nachdem die amerikanischen Aktienbörsen in der vergangenen Woche noch kräftig zugelegt hatten verzeichnen sie nun den zweiten Tag in Folge Verluste. Neue Zinsängste verdarben nach Händlerangaben die Kauflaune.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte zwischen 11 221 und 11 335 Punkten und fiel zum Handelsschluss um 0,35 Prozent auf 11 235 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab um 0,6 Prozent nach auf 1297 Zähler. Die US-Technologiebörse Nasdaq verlor 0,86 Prozent auf 2294 Punkte.

Sorgen über eine weitere Anhebung der Leitzinsen haben haben die New Yorker Aktienmärkte belastet. Genährt wurden diese Befürchtungen durch gestiegene Renditen für Staatsanleihen am Rentenmarkt. „Diese Spitze bei den Renditen macht den Aktienanlegern Angst. Es ist ein volatiler Markt, der sich auf dem Weg nach unten befindet“, sagte der Analyst Brian Williamson von Boston Co. Asset Management. Besonders zinsempfindliche Aktien wie die des US-Finanzkonzerns American Express und des Versicherers American International Group gaben deutlich nach.

Die Papiere des Finanzunternehmens American Express gaben um 0,98 Prozent auf 53,59 Dollar nach, die Anteilsscheine der American International Group verloren um 1,58 Prozent und lagen bei Börsenschluss bei 67,33 Dollar.

Mit ausgelöst hatte den Abwärtstrend das Rendite-Hoch bei den Staatsanleihen. Die Rendite der zweijährigen Staatsanleihen, die am empfindlichsten auf eine Leitzinsanhebung reagiert, schoss auf 4,74 Prozent nach oben - von 4,66 Prozent am Montag. Dies entspricht dem größten Sprung an zwei aufeinander folgenden Tagen seit dem vergangenen Juli. Die zehnjährigen Staatsanleihen kletterte auf 4,72 von 4,66 Prozent.

Die Aktien von General Motors Corp legten gegen den Trend zu. Hintergrund war die Hoffnung auf eine Einigung des weltgrößten Autoherstellers mit der Gewerkschaft UAW und seinem früheren Zulieferer Delphi Corp. über Vorruhestandsregelungen für Arbeiter. GM stiegen um 5,52 Prozent auf 22,00 Dollar.

Im Technologiesektor schlossen die Papiere des Grafikkartenherstellers Nvidia Corp klar im Plus, weil sie von Lehman Brothers im Rating auf „overweight“ von „equal weight“ heraufgestuft wurden. Nvidia kletterten um 4,94 Prozent auf 50,79 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,57 Mrd. Aktien den Besitzer. 910 Werte legten zu, 2438 gaben nach und 158 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,41 Mrd. Aktien 994 im Plus, 2036 im Minus und 141 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 14/32 auf 98,08-32. Sie rentierten mit 4,721 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 21/32 auf 96,03-32 und hatten eine Rendite von 4,746 Prozent.

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