Marktbericht New York
US-Börsen im Aufwind

Positiv aufgenommene Unternehmenszahlen und freundlichen Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Mittwoch beflügelt. Insbesondere Börsenschwergewichte wie Intel und JP Morgan stützten den Dow-Jones-Index. Ihre Geschäftsberichte nährten Hoffnungen der Börsianer, dass die derzeit schwächelnde Wirtschaft die Gewinne der Firmen nicht schmälert.

HB NEW YORK. Die Inflation stieg zudem im vergangenen Monat weniger stark als erwartet. Die wichtigen Indizes legten um jeweils mehr als zwei Prozent zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 2,08 Prozent fester bei 12 619 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12 371 und 12 625 Punkten bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 2,27 Prozent im Plus bei 1364 Zählern. Der Nasdaq-Composite kletterte 2,8 Prozent auf 2350 Punkte. Das verhalf auch dem deutschen Leitindex Dax zu einem Anstieg um 1,79 Prozent auf 6702 Punkte.

Die Anteile von JPMorgan verteuerten sich um 6,74 Prozent, nachdem die drittgrößte US-Bank für das erste Quartal einen Gewinn von 2,37 Mrd. Dollar ausgewiesen hatte. Das war zwar nur noch halb so viel wie ein Jahr zuvor. Börsianer hatten jedoch Schlimmeres erwartet. Zudem machte das Unternehmen Hoffnungen auf eine Besserung der Geschäfte, die seit Anfang April zu erkennen sei. Davon profitierten auch andere Bankwerte: Citigroup-Titel gewannen 2,81 Prozent, Aktien von Morgan Stanley 4,37 Prozent und Anteilsscheine der Bank of America 3,93 Prozent.

Intel-Aktien wurden mit einem Aufschlag von 5,83 Prozent gehandelt. Der weltgrößte Chiphersteller hatte im Quartal gleichfalls mehr Umsatz als erwartet gemacht und seine Geschäftsprognosen fürs Gesamtjahr bekräftigt. Gemeinsam mit JPMorgan und Intel zog der Getränkehersteller Coca Cola den Dow ins Plus. Das Unternehmen legte einen Quartalsgewinn über den Erwartungen vor und verwies als Begründung auf den günstigen Wechselkurs. Die Aktien notierten 0,34 Prozent fester. Es gehe denjenigen Unternehmen gut, die wie Intel viel Geschäft im Ausland machten oder die nicht unbedingt auf Finanzierungen angewiesen seien, sagte Chris Orndorff von Payden & Rygel. Manche Investoren gingen nun davon aus, dass viele schlechte Nachrichten in den Kursen bereits enthalten seien.

Die positive Stimmung wurde schließlich von der jüngsten Verteuerung der Verbraucherpreise gestützt, die mit 0,3 Prozent im Monatsvergleich geringer als prognostiziert ausfiel. Zudem legte die Industrieproduktion wider Erwarten zu, und die Kapazitäten der US-Industrie waren besser ausgelastet als zuletzt von den Analysten prognostiziert. An der New York Stock Exchange wechselten etwa 1,44 Mrd. Aktien den Besitzer. 2608 Werte legten zu, 531 gaben nach und 78 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,07 Mrd. Aktien 2137 im Plus, 767 im Minus und 132 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 16/32 auf 98-19/32. Sie rentierten mit 3,669 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 16/32 auf 98-10/32 und hatten eine Rendite von 4,478 Prozent.

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