Marktbericht New York
US-Börsen in Festtagsstimmung

Jahreshochs bei Nasdaq und S&P 500: Die Wall Street zeigte sich kurz vor Weihnachten in feierlicher Stimmung. Unerwartet gute Daten vom Immobilienmarkt überstrahlten auch weniger positive Nachrichten zum Wirtschaftswachstum. Bei den Einzelwerten gewannen Ford und Live Nation. Der Schlussbericht.
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HB NEW YORK. Die US-Börsen haben nach überraschend starken Zahlen vom Immobilienmarkt höher geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500-Index und der technologielastige Nasdaq-Index beendeten den Handel jeweils auf dem höchsten Stand seit über einem Jahr. Ein Grund war, dass die Amerikaner im November so viele bestehende Eigenheime kauften wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Das signalisiert eine Stabilisierung des Immobilienmarktes. Die Weihnachtsstimmung an der Wall Street wurde auch durch die Nachricht nicht getrübt, dass die US-Wirtschaft im Sommer deutlich weniger stark als erwartet gewachsen ist. Das Bruttoinlandsprodukt legte aufs Jahr hochgerechnet um 2,2 Prozent zu; das ist aber immer noch das stärkste Wachstum seit Sommer 2007 und der erste Zuwachs nach vier Minusquartalen in Folge.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte rückte um 0,5 Prozent auf 10 464 Punkte vor, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 10 414 und 10 479 Punkten gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,4 Prozent auf 1118 Zähler und notierte damit auf dem höchsten Stand seit 14 Monaten. Der technologielastige Nasdaq-Index legte 0,7 Prozent auf 2252 Punkte zu. Das war der höchste Schlussstand seit 15 Monaten. In Frankfurt schloss der Dax 0,3 Prozent im Plus bei 5945 Zählern. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl legte um 0,5 Prozent auf 74,05 Dollar zu, nachdem die Opec beschlossen hatte, ihre Fördermengen unverändert zu lassen.

Auf Unternehmensseite standen die Aktien von Ford und dem Konzertveranstalter Live Nation im Mittelpunkt. Der US-Autobauer Ford will seine Kosten mit einem massiven Stellenabbau drücken und so 2011 wieder profitabel werden. Das Unternehmen bot am Montag 41 000 gewerkschaftlich organisierten Arbeitern Abfindungen oder Frühverrentung an. Die Ford-Aktien schlossen 2,4 Prozent fester.

Die umstrittene Fusion des US-Konzertveranstalters Live Nation mit dem führenden Ticketvermarkter Ticketmaster hat überraschend grünes Licht von der britischen Kartellbehörde erhalten. Im Oktober hatte die Behörde noch Bedenken, dass nach dem rund 400 Mio. Dollar schweren Zusammenschluss Fans mehr Geld ausgeben müssten, um ihre Stars live auf der Bühne sehen zu können. Die Papiere von Live Nation stiegen um 5,3 Prozent, die Anteilsscheine von Ticketmaster um 7,2 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,96 Mrd. Aktien den Besitzer. 1900 Werte legten zu, 1114 gaben nach und 123 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,73 Mrd. Aktien 1585 im Plus, 1098 im Minus und 127 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 19/32 auf 96-28/32. Sie rentierten mit 3,756 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 26/32 auf 96-07/32 und hatten eine Rendite von 4,610 Prozent.

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