Marktbericht New York
US-Börsen lassen Federn

Obwohl Milliarden-Fusionen die Fantasie der Anleger in der Regel anregen, haben sich die US-Aktienbörsen am Montag uneinheitlich entwickelt. Der niedrigere Ölpreis belastete die Aktien von Energiekonzernen. Zudem wurden Gewinnmitnahmen verbucht. An der Technologiebörse Nasdaq waren allerdings die Aktien des Computerherstellers Microsoft gefragt.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,21 Prozent im Minus bei 12 316 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich der Index zwischen 12 302 und 12 355 Zählern. Am Freitag hatte das wichtigste US-Börsenbarometer den höchsten Schlusskurs aller Zeiten verbucht. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,05 Prozent auf 1400 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte dagegen 0,28 Prozent auf 2452 Punkte zu.

„Ich denke, die Fusionen haben verhindert, dass die Kurse heute deutlich nachgegeben haben“, sagte Marc Pado, Chefstratege bei Cantor Fitzgerald. Andere Marktteilnehmern sprachen von Gewinnmitnahmen. „Es sieht so aus, als ob manche Leute ihr Geld vom Tisch genommen haben“, sagte Frank Lesh, Analyst bei Future Path Trading. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Öl sank angesichts hoher Lagerbestände und Sorgen um eine geringere Nachfrage neun Cent auf 58,88 Dollar. Dies belastete die Kurse von Ölfirmen; Exxon-Mobil-Papiere verloren 0,89 Prozent auf 72,43 Dollar.

Gleich eine Reihe von Übernahmen sorgte dagegen für Auftrieb. So wird der US-Bergbaukonzern Phelps Dodge für knapp 26 Mrd. Dollar vom kleineren Rivalen Freeport-McMoRan Copper & Gold geschluckt. Durch die Fusion entsteht ein neuer Weltmarktführer in der Kupferbranche. Der Aktienkurs von Phelps Dodge sprang daraufhin um 26,78 Prozent auf 120,47 Dollar in die Höhe. Die Papiere von Freeport gaben 3,08 Prozent auf 55,63 Dollar nach.

Die Bank of America kauft für etwa 3,3 Mrd. Dollar die Vermögensverwaltungssparte von Charles Schwab und überholt damit vermutlich den Branchenprimus Citigroup bei der Marktkapitalisierung. Die Schwab-Papiere gewannen 2,05 Prozent auf 18,94 Dollar, die Papiere der Bank of America schlossen 0,09 Prozent im Plus bei 54,90 Dollar.

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