Marktbericht New York
US-Börsen legen schwachen Wochenauftakt hin

Die Wall Street hat die Woche am Montag mit Verlusten begrüßt. Da sich die Saison der Geschäftsberichte ihrem Ende nähert, werden die kurstreibenden Impulse knapp.

HB NEW YORK. Während die geplante Übernahme des Telekomkonzerns Bellsouth durch den Ex-Monopolisten AT&T die Aktien anderer Telekomfirmen beflügelte, schickte ein deutlich niedriger Ölpreis die Papiere von Ölkonzernen auf Talfahrt. Zudem sahen Händler eine größere Gefahr für höhere Zinsen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,57 Prozent schwächer bei 10 958 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 10 929 und 11 037 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index büßte 0,7 Prozent auf 1278 Stellen ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor um 0,72 Prozent auf 2286 Punkte.

„Nach der Bekanntgabe des großen Telekom-Geschäfts hatte ich erwartet, dass die Nachricht dem Markt ein positives Leitmotiv beschert“, sagte Mike Driscoll von Bear Stearns. Offenbar überlegten die Anleger aber noch, wie sie die am Sonntagabend bekannt gegebene Übernahme von Bellsouth für 67 Milliarden Dollar letztlich einordnen sollten, fügte der Händler hinzu. Mit der Fusion erhält AT&T die vollständige Kontrolle über Cingular Wireless, den größten Mobilfunkanbieter in den USA. AT&T kündigte einen massiven Stellenabbau an.

Die Aktien von Bellsouth legten um rund 9,7 Prozent auf 34,51 Dollar zu, während die Aktien von AT&T um rund 3,5 Prozent auf 27,02 Dollar nachgaben. Da mit weiteren Fusionen in der Branche gerechnet wird, zogen Titel anderer Telekomfirmen ebenfalls an: Die Anteilsscheine von Sprint Nextel stiegen um rund 4,6 Prozent auf 25,30 Dollar; die Aktien von Qwest Communications International kletterten um rund 3,8 Prozent auf etwa 6,84 Dollar.

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