Marktbericht New York
US-Börsen ohne klare Richtung

Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Zu den großen Verlierern zählten Technologiewerte. Börsianer befürchteten, dass eine konjunkturelle Abkühlung die Nachfrage nach Elektronikgeräten dämpfen könnte. Auf die Stimmung drückten auch die schlechten Nachrichten der US-Notenbank zur Wirtschaftslage in den Staaten.

HB NEW YORK. Laut dem „Beige Book“ der US-Notenbank Fed hat sich die Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten in den vergangenen Wochen nicht verbessert. Auf die Stimmung drückte auch eine Warnung des US-Mobilfunkzulieferers Qualcomm, dass Handynutzer immer langsamer auf neuere Geräte umstiegen. Der Technologie-Index Nasdaq schloss um 0,7 Prozent tiefer bei 2 333 Punkten. Der S&P-500-Index verlor 0,2 Prozent auf 1 274 Zähler.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel dagegen mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent bei 11 532 Punkten. Im Handelsverlauf war er zwischen 11 416 und 11 554 Zählern gependelt. Die überraschend positiven Zahlen zur Auftragslage in der US-Industrie sorgten für Auftrieb. Die Zahl der eingegangenen Bestellungen stieg im Juli im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Prozent. Unterstützung bekam der Dow-Jones auch von der Home-Depot-Aktie. Die weltgrößte Baumarktkette erwartet, dass die Krise am US-Immobilienmarkt möglicherweise bald ihren Tiefpunkt erreicht haben könnte. Home-Depot-Aktien schlossen 4,5 Prozent höher.

Die Aktie der Investmentbank Lehman Brothers drehte nach anfänglichen Verlusten ins Plus und schloss fünf Prozent höher. Einem Zeitungsbericht zufolge ist die europäische HSBC an einem Einstieg bei Lehman interessiert. Zu den Gewinnern zählte auch die Aktie von Staples, obwohl der weltgrößte Büro-Artikel-Hersteller im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten hatte. Aufgrund der schwachen US-Konjunktur schränkten vor allem kleinere Unternehmen ihre Ausgaben für Büromaterial ein. Analysten hatten diesen Ergebnisrückgang jedoch bereits vorhergesagt. Die Staples-Aktie legte um 1,7 Prozent zu.

Die Papiere des US-Biopharmaunternehmens Medivation verteuerten sich um 11,5 Prozent. Der Konzern gab den Verkauf der Rechte für einen Wirkstoff zur Behandlung von Alzheimer an Pfizer bekannt. Nach den Verlusten am Vortag stiegen auch wieder die Aktien der Energieunternehmen: Exxon-Papiere etwa legten um 0,9 Prozent zu. Die Papiere von Ford gewannen trotz eines Rückgangs bei den US-Absatzzahlen im August 1,3 Prozent.

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