Marktbericht New York
US-Börsen schaffen den Sprung ins Plus

Technologie-Werte wie Dell und AMD haben den US-Börsen am Freitag wieder auf die Beine geholfen und den Dow im Plus schließen lassen.

HB NEW YORK. Die Kursgewinne hielten sich aber in Grenzen, da Inflationssorgen den Markt nach der Verlustserie der vergangenen Tage weiter belasteten, sagten Händler. An den US-Börsen drückt seit Tagen die Angst vor einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank Fed auf die Stimmung.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte zwischen 11.075 und 11.180 Punkten und schloss mit mit einem Plus von 0,14 Prozent bei 11.144 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,41 Prozent auf 1267 Zähler, der Technologie-Index Nasdaq legte 0,62 Prozent auf 2193 Punkte zu. Die Nasdaq hatte an den acht vergangenen Handelstagen verloren - die längste Durststrecke seit September 1994. Damit ergibt sich für den Wochenverlauf ein Minus beim Dow Jones von 2,1 Prozent, beim S&P von 1,9 Prozent und bei der Nasdaq von 2,2 Prozent.

Jason Schenker von Wachovia Corp. sprach von einem sehr volatilen Handel. „Einige Aktien sind billiger geworden“, sagte er. „Aber gleichzeitig gibt es eine allgemeine Besorgnis, dass wir es mit Inflation, einem langsameren Wachstum und höheren Zinssätzen zu tun bekommen.“

Vor allem Technologieaktien verbuchten Gewinne, nachdem der PC-Hersteller Dell angekündigt hatte, künftig auch Prozessoren von Advanced Micro Devices (AMD) zu verwenden. Die Börsen belohnten die Entscheidung, obwohl Dell im abgelaufenen Quartal wegen der Aufholjagd von Rivalen wie HP und Acer fast ein Fünftel seines Gewinns einbüßte. Dell-Papiere gewann mehr als zweieinhalb Prozent auf 24,57 Dollar, Titel von AMD verbuchten ein Plus von mehr als elf Prozent auf 34,95 Dollar.

Gefragt waren auch die Aktien des Flugzeugherstellers Boeing, die an den vergangenen Handelstagen nachgegeben hatte. Am Freitag legten sie gut zwei Prozent zu auf 84,61 Dollar.

Zu den Verlieren gehörten hingen die Anteilsscheine von Minenbetreibern sowie Ölkonzernen. So gaben etwa die Aktien des Öl-Unternehmens Chevron 0,39 Prozent auf 58,47 Dollar nach. Schwer auf dem Dow lastete auch Caterpillar, einem Hersteller von Ausrüstungsgegenständen, die in Bergwerken genutzt werden. Die Aktien verloren fast 2,5 Prozent auf 72,78 Dollar.

Der Preis für leichtes US-Öl zur Lieferung im Juni sank um 20 Cent auf 69,25 Dollar je Barrel (rund 159 Liter). Zuvor hatte der iranische Opec-Gouverneur erklärt, die Organisation Erdöl Exportierender Länder (Opec) werde bei ihrer nächsten Sitzung im Juni die Fördermenge unverändert lassen. „Der Rückgang der Ölpreise könnte den Aktien die nötige Unterstützung geben“, sagte Analyst Schenker.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,22 Milliarden Aktien den Besitzer. 1950 Werte legten zu, 1354 gaben nach und 141 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,55 Milliarden Aktien 1702 im Plus, 1333 im Minus und 141 unverändert.

An den US-Kreditmärkten notierten die zehnjährigen Staatsanleihen unverändert mit 100-16/32. Sie rentierten mit 5,060 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 11/32 auf 90-09/32 und hatten eine Rendite von 5,141 Prozent.

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