Marktbericht New York
US-Börsen schließen etwas fester

Die US-Aktienmärkte haben am Montag geringfügig zugelegt. Das grassierende Fusionsfieber sorgte für eine optimistische Grundstimmung. Allerdings wirkten Zinsängste vor dem Treffen der Notenbank (Fed) in dieser Woche belastend.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index schloss 0,5 Prozent höher bei 11.045 Zählern. Im Tagesverlauf bewegte sich der Index zwischen 10.974 und 11.049 Punkten. Die US-Technologiebörse Nasdaq gewann 0,6 Prozent auf 2134 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index zog um 0,5 Prozent an auf 1251 Punkte.

Viele Investoren hielten sich vor allem angesichts der anstehenden Fed-Entscheidung zurück. Eine erneute Zinserhöhung am Donnerstag auf 5,25 Prozent gilt zwar bereits als ausgemachte Sache. Die Anleger versprechen sich jedoch von den Erläuterungen der Notenbanker Aufschluss darüber, ob noch weitere Zinserhöhungen folgen werden. „Viele Investoren bleiben wohl so lange draußen, bis sie über den Zinsausblick Bescheid wissen. Das Fed-Treffen ist das größte Ereignis der Woche“, sagte Michael Viracola von Canaccord Adams in Boston. Aktionäre befürchten, dass deutlich höhere Zinsen die Gewinne der Firmen schmälern und zudem die gesamte US-Wirtschaft abbremsen können.

Die am Markt tätigen Käufer seien dagegen wohl vor allem durch die jüngste Welle von Fusionen animiert, sagte Viracola. Hierbei legten die Anteilsscheine der gekauften Firmen oftmals deutlich zu, während die Käufer an Wert einbüßten. „Diese Übernahmen bringen immer einen positiven Impuls, aber der teure Kauf einer Firma durch eine andere lässt die institutionellen Investoren nicht unbedingt auf den „Kauf'-Knopf drücken“, sagte Michael James von der Investmentbank Wedbush Morgan in Los Angeles.

Zu den größten Gewinnern gehörten demnach die Aktien von Pfizer mit einem Plus von knapp zwei Prozent. Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson (J&J) zahlt für die Gesundheitsprodukte-Sparte Pfizers fast 17 Milliarden Dollar. Damit stach J&J Kreisen zufolge im Bieterprozess den britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline und den britischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser aus. J&J-Anteilsscheine reagierten auf den Kauf jedoch mit einem Minus von knapp zwei Prozent und waren damit die größte Bremse sowohl für den Dow-Jones-Index als auch für den S&P-500. Laut J&J wird der Kauf die Gewinne bis 2008 belasten.

Zuvor hatte der US-Kupferriese Phelps Dodge eine 40 Milliarden Dollar schwere Fusion mit den beiden kanadischen Firmen Inco und Falconbridge bekannt gegeben. Die Aktien des Käufers Phelps verloren rund acht Prozent. Dagegen verteuerten sich die in den USA gehandelten Papiere von Inco um zehn Prozent und Falconbridge um fünf Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,34 Milliarden Aktien den Besitzer. 2083 Werte legten zu, 1232 gaben nach und 146 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,42 Milliarden Aktien 1858 im Plus, 1197 im Minus und 132 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 4/32 auf 99-03/32. Sie rentierten mit 5,241 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 10/32 auf 88-13/32 und hatten eine Rendite von 5,277 Prozent.

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