Marktbericht New York
US-Börsen schließen fast unverändert

Die amerikanischen Aktienbörsen haben am Donnerstag nach anfänglichen stärkeren Kursverlusten fast unverändert geschlossen. Schwache Ergebnisse der Bank of America, Rekordölpreise und der anhaltende Tiefflug des Dollar trübten die Stimmung.

HB NEW YORK. So schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte kaum verändert zum Vortag bei 13 888 Punkten. Im Handelsverlauf schwankte er zwischen 13 820 und 13 913 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab rund 0,1 Prozent nach auf 1 540 Zähler. Dagegen schloss der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,24 Prozent im Plus bei 2 799 Stellen.

Ein Gewinneinbruch beim zweitgrößten US-Kreditinstitut Bank of America hatte die US-Börsen am Donnerstag zunächst deutlich ins Minus gedrückt. Hinzu kamen Sorgen um die Konjunktur, nachdem die Notenbank Fed in ihrem Konjunkturbericht Beige Book am Vortag eine Verlangsamung des Wachstums konstatiert hatte.

Die Bank of America verbuchte im dritten Quartal einen Gewinnrückgang von 32 Prozent. Ihr Aktienkurs fiel um 2,36 Prozent auf 48,85 Dollar. Das schwache Ergebnis fachte die Sorgen über die Folgen der Kreditkrise erneut an und lastete auch auf anderen Banktiteln. Die Papiere von Branchenführer Citigroup rutschten 1,86 Prozent ab auf 43,83 Dollar, die Aktien von JPMorgan gaben gut ein Prozent nach.

„Das Problem mit den Finanzwerten ist, dass niemand weiß, welches Ausmaß die Folgen der Kreditkrise noch annehmen wird“, sagte John Kosar von Asbury Research in Chicago. Optimistisch waren die Anleger allerdings hinsichtlich der nach Börsenschluss erwartenten Bilanzzahlen von Google und dem Chiphersteller AMD. Google-Aktien kosteten fast ein Prozent mehr. AMD legten 3,12 Prozent zu.

Zu den Verlierern unter den Tech-Werten zählten dagegen die Titel von eBay mit einem Minus von 6,16 Prozent auf 38,10 Dollar. Das Internetauktionshaus verbuchte im dritten Quartal wegen der Abschreibung im Zuge der Skype-Übernahme einen Verlust.

Texas Instrumens gaben 1,8 Prozent auf 34,40 Dollar nach. Anleger befürchteten offenbar Einbrüche bei Gewinn und Umsatz, weil der wichtigste Kunde von TI im Handy-Bereich, Nokia, einen generellen Preisrückgang bei seinen Produkten registrierte.

Konjunktursorgen wurden von einer Studie genährt, nach der die Fertigung in den Unternehmen der mittleren Atlantikregion im Oktober langsamer wächst als erwartet. „Die Leute schrauben ihre Ergebniserwartungen herunter, und es herrscht die Sorge, dass eine allgemeine Schwäche anfängt, die Wirtschaft zu durchdringen“, sagte Peter Sorrentino von Huntington Asset Management in Cincinnati.

Zur Sorge über die Immobilienkrise trugen auch schwache Daten vom Arbeitsmarkt bei: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe kletterte in der vergangenen Woche unerwartet deutlich auf 337 000.

Auch die Pharmabranche stand am Donnerstag im Zentrum der Aufmerksamkeit. Dort legte eine Reihe großer Unternehmen Geschäftszahlen vor. Die Papiere des Branchenführers Pfizer legten leicht um 0,04 Prozent zu, obwohl der Konzern wegen einer Milliardenabschreibung einen kräftigen Gewinnrückgang erlitt. Abgesehen davon liefen die Geschäfte jedoch unerwartet gut.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,27 Milliarden Aktien den Besitzer. 1605 Werte legten zu, 1633 gaben nach und 127 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2 Milliarden Aktien 1432 im Plus, 1492 im Minus und 125 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 11/32 auf 101-28/32. Sie rentierten mit 4,509 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 22/32 auf 103-13/32 und hatten eine Rendite von 4,783 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%