Marktbericht New York
US-Börsen schließen fast unverändert

Die US-Börsen haben zum Abschluss einer weitgehend gewinnträchtigen Woche nahezu unverändert geschlossen. Ein Ölpreisrekord von knapp 128 Dollar je Barrel weckte am Freitag die Sorge bei Anlegern, die hohen Energiekosten könnten den Konsum der Verbraucher und die Ergebnisse der Unternehmen dämpfen. Im Fokus der Anleger stand aber vor allem ein Index zum US-Verbrauchervertrauen.

HB NEW YORK. Energiewerte profitierten dagegen von den Höchstpreisen beim Erdöl und halfen, den S&P-500-Index leicht ins Plus zu heben. Zudem wirkten überraschend gute Zahlen vom US-Immobilienmarkt sowie positive Unternehmensnachrichten kurstreibend.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent im Minus bei 12 986 Punkten, nachdem er zwischen 12 893 und 13 001 gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index beendete den Handel 0,1 Prozent im Plus bei 1 425 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent nach auf 2 528 Stellen.

Für die gesamte Handelswoche ergibt sich damit ein Plus von 1,9 Prozent beim Dow. Der S&P verzeichnete mit einem Anstieg von 2,7 Prozent die größten Wochengewinne in etwa einem Monat. Der Nasdaq-Index stieg um 3,4 Prozent.

Im Fokus der Anleger stand vor allem ein Index zum US-Verbrauchervertrauen. Er fiel nach vorläufigen Berechnungen im Mai auf den tiefsten Stand seit Anfang der 80er Jahre. Zugleich stiegen die Inflationserwartungen laut der Umfrage auf den höchsten Stand seit Februar 1982.

Zu den Verlierern zählte die Aktie des Mischkonzerns General Electric. Das zweitgrößte US-Unternehmen bestätigte, dass es seine traditionsreiche Haushaltsgeräte-Sparte abstoßen will, weil immer weniger Hauskäufer eine Grundausstattung von Geschirrspülern und Kühlschränken brauchen. Die GE-Aktie verlor 0,7 Prozent auf 32,13 Dollar. Kursverluste verzeichnete auch die Aktie des größten US-Hypothekenanbieters Fannie Mae. Sie gab 1,1 Prozent nach auf 29,89 Dollar.

Für Nachrichten im Technologiesektor sorgte weiterhin Yahoo. Der Internetkonzern gab eine Partnerschaft im Anzeigengeschäft mit der britischen WPP Group bekannt. Zudem verlautete aus Kreisen, Yahoo führe weiterhin Gespräche mit Google über eine Zusammenarbeit bei Inseraten auf Suchmaschinenseiten. Yahoo-Papiere verloren 0,3 Prozent auf 27,66 Dollar.

Positiv überraschte die Anleger das Ergebnis von Nordstrom. Die Einzelhandelskette konnte trotz der schwachen konjunkturellen Lage mit ihrem Gewinn die Erwartungen der Wall-Street-Analysten übertreffen. Nordstrom-Aktien stiegen um 3,1 Prozent auf 38,44 Dollar. Auch Energiewerte profitierten von den Höchstständen beim Erdöl. Die Papiere von Exxon Mobil legten 1,5 Prozent zu.

Gute Nachrichten erreichten die Anleger auch vom angeschlagenen US-Immobilienmarkt. Die Zahl der Wohnbaubeginne stieg zum ersten Mal seit fünf Monaten. Volkswirte hatten mit einem Rückgang gerechnet. Die Baugenehmigungen für Eigenheime legten ebenfalls zu. Die Zahl lag höher als erwartet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,31 Milliarden Aktien den Besitzer. 1638 Werte legten zu, 1460 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,26 Milliarden Aktien 1209 im Plus, 1640 im Minus und 131 unverändert.

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