Marktbericht New York
US-Börsen schließen im Minus

Nach dem Ausverkauf der vergangenen Tage haben die US-Börsen auch am Mittwoch nachgegeben. Ein Preisrückgang beim Rohöl lastete auf dem Energiesektor, doch die Kursverluste an der Wall Street wurden durch die Schnäppchenjagd einiger Anleger begrenzt.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 11 077 Zählern und einem Tief von 10 928 Zählern. Er verließ den Handel 0,65 Prozent im Minus bei 10 930 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,61 Prozent auf 1 256 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gab um 0,51 Prozent auf 2151 Zähler nach. US-Rohöl gab auf 70,61 Dollar je Barrel nach.

Zuvor hatte die US-Regierung über gestiegene Lagerbestände an Rohöl und Benzin berichtet. Auch deutete sich eine Entspannung im Atomkonflikt des Westens mit dem Ölexporteur Iran an. Die Aktien des Ölkonzerns Exxon Mobil gaben 2,57 Prozent auf 58,85 Dollar nach. Der Dienstleister der Ölbranche Schlumberger verlor 5,39 Prozent auf 60,51 Dollar und lastete auch auf dem S&P.

"Die Ölkonzerne machen rund 20 Prozent des Marktes aus", sagte Todd Leone von Cowen & Co. Angesichts des gefallenen Ölpreises hätten die Konzerne Kursverluste hinnehmen müssen. "Das ist einer der Grund, warum wir nicht höher kommen", fügte Leone hinzu. "Die Leute sind eindeutig nervös wegen des sprunghaften Handels."

Selbst die anfänglichen Kursgewinne blieben angesichts der Verunsicherung über weitere Zinsschritte der US-Notenbank dünn. "Das sind richtig nervöse Schnäppchenjäger", sagte Michael Metz von Oppenheimer & Co. "Die knabbern nur, aber sie sind nicht überzeugt genug, um in großen Mengen zuzulangen." Die größte Sorge sei, dass sich bei steigenden Zinsen und wachsender Inflation die Konjunktur abkühle.

Im Dow Jones sorgte der Flugzeughersteller Boeing nach einer Heraufstufung für zumindest einige positive Impulse. Boeing gewann ein Prozent auf 81,46 Dollar. Die Papiere des Konzerns L Communications-3 schossen 4,68 Prozent in die Höhe, als der Tod des Konzern-Chefs Spekulationen über eine möglicherweise bevorstehende Übernahme auslöste.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,83 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 294 Werte legten zu, 1996 gaben nach und 156 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,96 Milliarden Aktien 1354 Werte im Plus, 1 660 im Minus und 146 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 4/32 auf 100-26/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 5,022 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 4/32 auf 91-01/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 5,087 Prozent.

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