Marktbericht New York
US-Börsen schließen im Minus

Schwache Konjunkturdaten und weiterhin bestehenden Sorgen vor einer Ausweitung der Finanzkrise haben die US-Börsen am Mittwoch belastet. Die Nachricht vom möglichen Scheitern des milliardenschwere Verkauf des Hörfunkkonzerns Clear Channel und die Entscheidung der Deutschen Bank, von ihrem Gewinnziel abzurücken, sorgten für zusätzlichen Druck.

HB NEW YORK. Belastet von neuen Sorgen wegen der Kreditkrise haben die US-Börsen am Mittwoch Verluste verzeichnet. Negativ auf das Marktgeschehen wirkten sich auch die deutlichen Kursabschläge bei den Bankenwerten aus, nachdem eine prominente Analystin ihre Gewinnprognose für einige Kredithäuser gesenkt hatte. Händler beschrieben die Stimmung an den Börsen als schlecht. Daran konnte auch die Ankündigung einer Aufspaltung von Motorola kaum etwas ändern.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent tiefer bei 12 422 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 12 376 und 12.531 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 verlor ebenfalls 0,9 Prozent auf 1341 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte zuletzt 0,7 Prozent tiefer bei 2324 Punkten. In Frankfurt war der Dax bei 6489 Punkten aus dem Handel gegangen, das entspricht einem Minus von 0,5 Prozent.

Die Finanzwerte belasteten die Märkte, nachdem eine bekannte Analystin ein schnelles Ende der Gewinneinbußen bei Banken wegen der Hypothekenkrise bezweifelt hatte. Meredith Whitney von Oppenheimer & Co. senkte ihre Gewinnprognose für die Citigroup, die Bank of America, JP Morgan und Wachovia. Daraufhin gaben die Aktien der Geldhäuser nach: Citigroup -Papiere brachen knapp sechs Prozent ein, Bank-of-America-Titel rund drei Prozent, JP-Morgan-Aktien über vier Prozent und Wachovia -Anteilsscheine über sechs Prozent. Auch die Schwierigkeiten bei der Deutschen Bank belasteten die Branche. Das Institut war von seinem Gewinnziel für 2008 abgerückt. So fielen Merrill-Lynch-Titel sieben Prozent und Morgan-Stanley -Anteilsscheine drei Prozent. In Frankfurt schlossen die Aktien der Deutschen Bank rund zwei Prozent schwächer.

Dagegen waren die Aktien der angeschlagenen Investmentbank Bear Stearns gefragt. Die Papiere verteuerten sich um 2,5 Prozent auf 11,2 Dollar. Händler verwiesen auf Gerüchte, wonach JPMorgan Chase ihr Gebot für die Traditionsbank ein zweites Mal erhöhen könnte. Erst am Montag hatte JPMorgan Chase ihr Angebot für Bear Stearns auf 9,64 Dollar je Aktie von rund zwei Dollar aufgestockt.

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