Marktbericht New York
US-Börsen schließen im Minus

Die Wall Street hat bis zum Börsenschluss ihren Minuskurs beibehalten. Für schlechte Stimmung unter den Anlegern sorgten besonders die düsteren Konjunkturaussichten der US-Notenbank. Zudem enttäuschten Halbleiter-Konzerne die Märkte mit schwächeren Geschäftsprognosen.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 12 576 Punkten. Im Verlauf pendelte er sich zwischen 12 607 und 12.525 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,5 Prozent auf 1365 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,7 Prozent auf 2348 Stellen.

"Der Finanzsektor leidet unter den Neuigkeiten von Washington Mutual", sagte Charles Lieberman Advisors Capital Management. Wenn man die starke Volatilität im vergangenen halben Jahr betrachte, so habe der Markt allerdings recht moderat auf die schlechten Nachrichten der von der Hypothekenkrise gebeutelten US-Bank reagiert. Deren Aktienkurs sackte um fast zehn Prozent auf 11,81 Dollar nach unten, nachdem das Institut für das erste Quartal einen Netto-Verlust von 1,1 Milliarden Dollar vorausgesagt hatte. Das Unternehmen sicherte sich jedoch eine Kapitalspritze von sieben Milliarden Dollar.

Dem Notenbank-Protokoll zufolge könnte die Immobilien- und Finanzmarktkrise die US-Wirtschaft in einen kräftigen Abwärtsstrudel ziehen. Die Federal Reserve erwartet demnach, dass die Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr schrumpft und erst danach wieder leicht steigt.

Schlechte Nachrichten erhielten die Anleger auch aus der Technologie-Branche: Der Chiphersteller AMD vermeldete eineinhalb Wochen vor der offiziellen Vorlage seiner Geschäftszahlen einen überraschend schwachen Umsatz und will deshalb ein Zehntel seiner Stellen streichen. AMD-Aktien fielen um 4,9 Prozent.

Novellus-Aktien gehörten mit einem Minus von 8,1 Prozent ebenfalls zu den größten Verlierern, weil der Ausrüster von Halbleiter-Werken auch schwache Geschäftszahlen in Aussicht stellte. Die Aktien des Navigationsgeräte-Herstellers Garmin fielen um acht Prozent, nachdem sein niederländischer Konkurrent TomTom seine Umsatzprognose gesenkt hatte.

Der Aluminiumhersteller Alcoa hatte am Vortag die Berichtssaison der US-Konzerne mit einem Gewinneinbruch eingeleitet - teure Rohstoffe und der schwache Dollar halbierten die Erträge. Die Aktien gaben 0,7 Prozent nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,2 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 307 Werte legten zu, 1807 gaben nach und 106 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,66 Milliarden Aktien 1 214 im Plus, 1660 im Minus und 160 unverändert. An den US-Kreditmärkten sanken die zehnjährigen Staatsanleihen um 6/32 auf 99-14/32. Sie rentierten mit 3,568 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 16/32 auf 99-25/32 und hatten eine Rendite von 4,387 Prozent.

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