Marktbericht New York
US-Börsen schließen im Plus

Die New Yorker Börsen sind am Dienstag mit Kursgewinnen in die verkürzte Handelswoche gestartet. Von dem gesunkenen Ölpreis profitierten vor allem die Technologiewerte. Auch die überraschend stark gestiegene Eigenheimabsatz und Spekulationen über eine mögliche Fusion zweier Großbrauereien sorgten für positive Stimmung bei den Anlegern.

HB NEW YORK. Anleger spekulierten, den Verbrauchern könnte bei einem sinkenden Ölpreis mehr Geld für Produkte wie Fernseher und Computer übrig bleiben. Daher zählten Technologiewerte auch zu den größten Gewinnern am Markt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher bei 12 548 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 12 442 und 12 572 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,7 Prozent auf 1385 Zähler, der Technologie-Index Nasdaq legte 1,5 Prozent auf 2481 Punkte zu. In der vergangenen Woche hatten alle drei Indizes die größten Verluste seit drei Monaten verbucht. Am Montag war die Börse wegen eines Feiertags geschlossen. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 0,07 Prozent auf 6958 Punkte aus dem Handel.

Bei den Technologiewerten gehörten die Papiere von Apple und Google zu den Gewinnern. Die Aktien beider Unternehmen legten um knapp drei Prozent zu. Gesprächsthema am Markt war auch die Brauerei Anheuser-Busch. Nach Angaben aus Branchenkreisen erwägt der belgische Konkurrent Inbev eine Übernahme des Budweiser-Herstellers. Anheuser-Aktien gewannen 0,3 Prozent.

Trotz der Immobilienkrise haben in den USA wieder mehr Menschen ein neues Eigenheim gekauft. Im April legte die Zahl der Verkäufe überraschend um 3,3 Prozent zu. Es war der erste Anstieg seit Oktober. Im Vorjahresvergleich lagen die Verkäufe jedoch weiterhin deutlich tiefer. Die Aktie der weltgrößten Baummarktkette Home Depot profitierte dennoch und legte 1,9 Prozent auf 27,28 Dollar zu. Die Papiere der Baufirma Standard Pacific verteuerten sich um knapp die Hälfte auf 3,29 Dollar.

Nach dem Rekordhoch am Ölmarkt von über 135 Dollar in der vergangenen Woche fiel der Preis am Dienstag um 2,6 Prozent auf knapp 129 Dollar je Barrel. Das gab auch den Aktien der US-Fluggesellschaften einen Schub. Der Index der Luftfahrtbranche stieg um 3,9 Prozent.

Negativ wirkte sich der Ölpreisrückgang für Energietitel aus: Exxon-Mobil fielen knapp ein Prozent, die Papiere des Konkurrenten Chevron 0,3 Prozent. Für schlechte Stimmung sorgte zweitweise auch der Index zum Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes. Dieses war überraschend auf das niedrigste Niveau seit 16 Jahren gefallen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,12 Mrd. Aktien den Besitzer. 1984 Werte legten zu, 1144 gaben nach und 81 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,72 Mrd. Aktien 1893 im Plus, 979 im Minus und 137 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 17/32 auf 99-21/32. Sie rentierten mit 3,917 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 31/32 auf 95-23/32 und hatten eine Rendite von 4,641 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%