Marktbericht New York
US-Börsen schließen tief im Minus

Die Aktienmärkte in den USA sind am Mittwoch deutlich ins Minus gerutscht. Die Stimmung der Anleger vermiesten gleich mehrere Faktoren. So belasteten die Wall Street der erneut gestiegene Ölpreis, Gerüchte über Probleme bei den Investmentbanken Lehman Brothers und Goldman Sachs sowie der jüngste Fed-Bericht zur US-Konjunktur.

HB NEW YORK. In ihrem Konjunkturbericht "» Beige Book" warnte die Federal Reserve noch eindringlicher vor den wirtschaftlichen Folgen des hohen Preisdrucks in den USA. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor bis zum Handelsschluss 1,68 Prozent auf 12 083 Punkte. Im Verlauf pendelte er zwischen 12 079 und 12 286 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 1,69 Prozent auf 1335 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rutschte 2,24 Prozent ins Minus auf 2394 Punkte.

US-Leichtöl kostete im späten US-Handel 136,60 Dollar je Barrel. Erst am Freitag hatte der Ölpreis unter anderem wegen des Kursrutsches beim Dollar ein Rekordhoch von über 139 Dollar erreicht und damit weltweit für Unruhe gesorgt. Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen wegen des neuerlichen Anstiegs die Aktien von energieintensiven Unternehmen. So gaben die Titel von Delta Air Lines um 9,6 Prozent nach, die Papiere des Paketzustellers FedEx verbilligten sich um knapp vier Prozent.

Deutliche Verluste verbuchten zudem Finanztitel. Der S&P 500 Finanzindex fiel zeitweise auf ein Fünf-Jahres-Tief. Für Unruhe sorgte vor allem ein Bericht der "Financial Times", wonach Lehman sich erneut um frisches Kapital bemüht. Zudem lastete eine Herabstufung durch Merrill Lynch auf den Lehman-Papieren, die um 13,6 Prozent einbrachen. Die Investmentbank hatte erst am Montag sechs Mrd. Dollar eingesammelt und einen vorläufigen Quartalsverlust von rund 2,8 Mrd. Dollar ausgewiesen. Es gebe mittlerweile eine echte Vertrauenskrise, was das Management von Lehman angehe, sagte Bill Smith von Smith Asset Management. Die Titel von Sachs schickte ein Gerücht auf Talfahrt, wonach die Bank anlässlich der Veröffentlichung ihrer Quartalszahlen in der kommenden Woche hohe Abschreibungen bekanntgeben wird. Analysten zufolge belastete dies auch andere Finanztitel. gaben 2,9 Prozent nach.

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