Marktbericht New York
US-Börsen schließen uneinheitlich

Die Wall Street hat am Montag uneinheitlich geschlossen. Auf der einen Seite sorgten die überraschend positiven Konjunkturaussichten für Auftrieb bei den Standardwerten. Andererseits sorgte Sandisk-Chef Eli Harari mit seinen Äußerungen zu den Geschäftserwartungen des Chip-Herstellers für Druck auf Technologiewerte.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index schloss 0,32 Prozent fester bei 13 028 Zählern. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12 963 und 13 136 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,09 Prozent auf 1426 Punkte. Der Nasdaq-Composite verlor dagegen 0,5 Prozent auf 2516 Punkte. Der deutsche Aktienmarkt startete mit Kursgewinnen in die neue Woche: Der Dax schloss dank der Aussicht auf ein Ende der Finanzkrise rund ein Prozent fester bei 7225 Punkten.

"Es gibt genügend Anzeichen dafür, dass die Wirtschaft doch noch an einer Rezession vorbeikommt", sagte Analyst Marc Pado von Cantor Fitzgerald & Co und verwies auf den jüngsten Index der US-Frühindikatoren des Instituts Conference Board, der im April den zweiten Monat in Folge zulegte, nachdem er fünf Monate lang gefallen war. Von Reuters befragte Volkswirte hatten für den Berichtsmonat einen unveränderten Wert erwartet.

Zu den Gewinnern an der Wall Street zählten vor allem Börsenschwergewichte wie der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar, dessen Aktie rund 0,7 Prozent zulegte. Vom anhaltend hohen Ölpreis profitierten insbesondere Energiekonzerne wie Exxon Mobil, dessen Papiere ein Plus von 1,8 Prozent verbuchten.

Dagegen verloren Sandisk-Aktien etwa 7,5 Prozent an Wert, nachdem sich Firmenchef Harari zu Reuters besorgt wegen des hohen Ölpreises geäußert hatte. Die Preisanstieg wirke sich negativ auf die Kauflust der Sandisk-Kunden aus, warnte er.

An der Nasdaq gab es aber nicht nur Verlierer: So schossen die Aktien des Internet-Versandhauses Amazon rund 7,6 Prozent nach oben, nachdem die Investmentbank Goldman ihr Preisziel für den Titel erhöht hatte. Die Anteilsscheine des Software-Herstellers Oracle legten etwa 3,5 Prozent zu.

Der jüngste Annäherungsversuch von Microsoft bei Yahoo wurde mit gemischten Gefühlen aufgenommen: Während die Aktien des weltgrößten Software-Konzerns knapp 1,8 Prozent an Wert verloren, gewannen die Papiere des Internet-Unternehmens etwa 0,1 Prozent dazu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,15 Mrd. Aktien den Besitzer. 1494 Werte legten zu, 1642 gaben nach und 106 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,26 Mrd. Aktien 1189 im Plus, 1693 im Minus und 124 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 6/32 auf 100-12/32. Sie rentierten mit 3,829 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 5/32 auf 96-27/32 und hatten eine Rendite von 4,570 Prozent.

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