Marktbericht New York
US-Börsen verzeichnen leichte Kursverluste

Der steigende Ölpreis und anhaltende Sorgen vor einem schleppendem Weihnachtsgeschäft haben den US-Börsen am Montag Verluste beschert. Händlern zufolge sorgten sich die Anleger zudem vor Gewinneinbußen in der Chipbranche.

HB NEW YORK. Dies belaste den Technologiemarkt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,39 Prozent niedriger bei 10.835 Zählern. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 10.810 und 10.876 Punkten bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,24 Prozent auf 1262 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,69 Prozent auf 2257 Zähler ein.

„Ich denke, die Investoren haben nach der Rallye im November nach einem Grund für Gewinnmitnahmen gesucht“, sagte Analyst Joseph Battipaglia von Ryan, Beck & Co. „Höhere Energiepreise und der anhaltende Streit in Washington über den weiteren Kurs im Irak sind für die Anleger nun Grund genug für Verkäufe.“

Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) US-Leichtöl stieg zu Wochenbeginn wegen des kalten Wetters zeitweise um mehr als einen Dollar. Damit erreichte das Preisniveau erstmals seit knapp einem Monat für kurze Zeit wieder die 60-Dollar-Marke - und trieb damit auch die Papiere der Öl-Multis in die Höhe. Aktien des Börsenschwergewichts Exxon Mobil stiegen um 0,7 Prozent auf 59,51 Dollar, die des Konkurrenten ConocoPhillips um 0,9 Prozent auf 62,96 Dollar.

Die höheren Energiepreise könnten auch dem Konsum schaden, da die Verbraucher dann mehr auf ihre Ausgaben achteten, sagte Analyst Bernie Myszkowski von ABN Amro Asset Management. „Die Einzelhandelsumsätze seit Thanksgiving waren nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut.“ Ähnlich kritisch äußerte sich der Chef-Investmentstratege John Caldwell von der McDonald Financial Group: „Das wird eine schwierige Weihnachtssaison für die Einzelhändler.“ Deren Titel verloren entsprechend. Papiere von Wal-Mart gaben um 1,7 Prozent auf 47,14 Dollar nach, die von Home Depot um 0,7 Prozent auf 41,39 Dollar.

An der Nasdaq trennten sich die Investoren von Aktien des Chipherstellers Intel, die um 1,9 Prozent auf 26,90 Dollar einbüßten. Viele warteten offenbar auf den für Donnerstag angekündigten Zwischenbericht zur Geschäftsentwicklung, sagten Händler. Generell seien die Anleger in der Branche besorgt, dass die derzeitige Rentabilität nicht gehalten werden könne. Im Blickpunkt standen auch Titel von Boston Scientific , die angekündigt hatten, den Medizingeräte-Hersteller Guidant für 25 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Boston Scientific-Papiere verbilligten sich um 3,6 Prozent auf 26,35 Dollar, während die von Guidant um fast zehn Prozent auf 67,98 Dollar zulegten.

Offenbar wenig marktbewegend waren die Konjunkturdaten des Institute for Supply Management (ISM), wonach der Service-Index im November nur etwas stärker als erwartet gefallen ist. Der Indexstand knapp unter 60 Punkten signalisierte aber weiter ein solides Wachstum des US-Dienstleistungssektors. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,69 Milliarden Aktien den Besitzer. 1351 Werte legten zu, 2005 gaben nach und 157 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,68 Milliarden Aktien 1152 im Plus, 1883 im Minus und 155 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 13/32 auf 99-14/32. Sie rentierten mit 4,569 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 25/32 nach auf 108-29/32 und hatten eine Rendite von 4,764 Prozent.

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