Marktbericht New York
US-Börsen wecken neue Hoffnung

Unterstützt von der Hoffnung auf eine Jahresend-Rally sind die US-Aktien am Mittwoch gestiegen. Kursgewinne bei den Logistikern, ausgelöst von einem Kurssprung der FedEx-Aktie, und eine Vielzahl kleinerer Unternehmensübernahmen hätten die Kauflust der Anleger gestärkt, sagten Händler. Im Handelsverlauf gaben die Indizes allerdings wieder etwas nach. Die Aktien der Börsenschwergewichte General Motors und General Electric verloren gegen den Trend deutlich und bremsten den Höhenflug des Marktes.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,26 Prozent im Plus bei 10 834 Punkten. Seinen Höchstand hatte er bei 10 901, den niedrigsten bei 10 806 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte um 0,25 Prozent auf 1263 Zähler und der Nasdaq-Composite um 0,42 Prozent auf 2232 Punkte.

Die Aktien von FedEx schossen 5,29 Prozent in die Höhe auf 103,70 Dollar. Das Unternehmen hatte einen unerwartet hohen Gewinnanstieg im zweiten Geschäftsquartal um 33 Prozent auf 471 Mill. Dollar gemeldet und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Auch Aktien anderer Firmen der Branche profitierten davon. United Parcel Service Inc. stiegen um 1,85 Prozent auf 76,62 Dollar. „FedExs Bericht hat nicht nur den Transportsektor ins Plus geholfen, sondern dem ganzen Markt einen Schub gegeben“, sagte Jim Awad, Chairman von Awad Asset Management. „Wenn es keine großen Negativnachrichten gibt, könnten wir bis zum Jahresende wieder eine Rally erleben“, fügte er hinzu.

In das optimistische Bild passten auch die Meldungen über größere Firmenkäufe. Der weltgrößte Computerhersteller IBM, teilte mit, dass er den Software-Entwickler Micromuse Inc. für 865 Million Dollar übernehmen will. IBM-Aktien legten daraufhin um 0,78 Prozent auf 83,12 Dollar zu. „Einige Unternehmen haben große Barbestände und wollen sie nutzen, um die Dividenden zu erhöhen, eigene Aktien zurückzukaufen oder Akquisitionen zu tätigen“, sagte Hugh Johnson von Johnson Illington Advisors. Jim Awad sagte dazu: „Jedes Mal wenn es eine Akquisitionswelle gibt, ist das ein Zeichen dafür, dass die Unternehmen optimistisch hinsichtlich ihres Wachstums und ihrer Gewinnerwartungen sind. Und das ist sehr positiv für die Aktien.“ Der Hersteller von Computer-Laufwerken, Seagate Technology, teilte mit, er wolle den Konkurrenten Maxtor Corp. für 1,9 Mrd. Dollar in Aktien übernehmen. Maxtor-Titel stiegen daraufhin um 51,32 Prozent auf 6,93 Dollar.

Technologiewerte profitierten auch davon, dass Goldman Sachs seine Gewinnerwartungen für Apple Computer Inc anhob und die Aktien des Unternehmens damit 1,93 Prozent in die Höhe trieb auf 73,50 Dollar.

Der Dow wurde auch von den Aktien der American International Group angetrieben, die um 1,56 Prozent auf 66,44 Dollar stiegen. Zuvor war bekannt geworden, dass das Versicherungsunternehmen in Verhandlungen über den Kauf einer Immobilie in Tokio für 3,5 Mrd. Dollar steht.

Die Aktien von Stahlunternehmen wurden vor allem durch die gute Ergebniszahlen in der Branche hoch gedrückt. Angeführt wurden sie von Chaparral Steel Co., die um 13,73 Prozent zulegten auf 30,56 Dollar. Am Vortag hatte Chaparral dank starker Nachfrage ein Plus beim Quartalsgewinn von 50 Prozent gemeldet.

General Motors gaben hingegen 4,03 Prozent ab auf 19,05 Dollar und General Electric um 0,62 Prozent auf 35,32 Dollar. GM-Titel standen auf der Verkaufslisten, nachdem bekannt worden war, dass der Milliardär Kirk Kerkorian über seine Investmentgesellschaft zwölf Million Aktien des Unternehmens abgestoßen hatte. General Electric will nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ zusammen mit anderen Investoren den Immobilienfonds Arden Realty Inc. kaufen. Die Anleger reagierten skeptisch darauf.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,52 Mrd. Aktien den Besitzer. 2140 Werte legten zu, 1218 gaben nach und 151 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,65 Mrd. Aktien 1841 im Plus, 1177 im Minus und 192 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 06/32 auf 100,02/32. Sie rentierten mit 4,490 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 09/32 auf 110,09/32 und hatten eine Rendite von 4 674 Prozent.

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