Marktbericht New York
US-Börsen weiter auf Rekordjagd

Die US-Aktienmärkte traten am Donnerstag lange Zeit auf der Stelle. Alles deutete darauf hin, die Börsianer würden nach zwei Rekordtagen hintereinander eine Verschnaufpause einlegen. In der letzten Handelsstunde des Tages kletterte der Dow-Jones-Index dann aber doch wieder auf einen neuen Höchststand.

HB NEW YORK. Vor allem Energietitel profitierten von einem höheren Ölpreis. Zudem stärkten unerwartet gute Geschäftszahlen der Kaffeehauskette Starbucks die Nasdaq. Die Gewinne an der Wall Street wurden jedoch von mit enttäuschenden Verkaufszahlen des Einzelhändlers Wal-Mart geschmälert.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte bis Handelsschluss um 0,14 Prozent zu auf 11 866 Zähler und markierte damit einen neuen Rekord-Schlussstand. Im Verlauf hatte er sich zwischen 11 821 Zählern und 11 870,06 Punkten bewegt - einem neuen Allzeithoch. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 0,22 Prozent fester bei 1353 Stellen. Dies entspricht dem höchsten Schlussstand seit fünfeinhalb Jahren. Die Technologiebörse Nasdaq legte um 0,67 Prozent auf 2306 Punkte zu.

Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) US-Öl kletterte im Handelsverlauf zeitweise um etwa anderthalb Dollar auf 60,97 Dollar. Später gab er wieder etwas nach und kostete etwa 60,10 Dollar. Das Ölkartell Opec hatte zuvor eine Drosselung seiner Fördermenge angekündigt, was die Börsianer grundsätzlich missmutig stimmte, da höhere Energiekosten in der Regel die Gewinne von Unternehmen schmälern. Ölkonzerne wie Exxon Mobil konnten aber von dem Preisanstieg profitieren: Der Aktienkurs von Exxon legte gut ein Prozent auf 67,32 Dollar zu.

Starbucks gewinnt - Wal-Mart verliert

Zu den Gewinnern gehörten auch Starbucks-Anleger, die sich über einen Kursanstieg von rund 7,6 Prozent auf 38,69 Dollar freuen konnten. Die weltgrößte Kaffeehauskette hatte im September den Umsatz in seinen etablierten Filialen unerwartet deutlich gesteigert. Zudem peilt Starbucks langfristig 40 000 Filialen rund um den Globus statt der bisher angestrebten 30 000 an.

Zu den Verlierern zählten dagegen die Anleger von Wal-Mart, deren Aktien rund 2,3 Prozent auf 48,41 Dollar einbüßten. Der weltgrößte Einzelhändler hatte mit seinen Umsatzzahlen für September die Analysten enttäuscht. An der Prognose für das laufende Quartal hielt der Konzern indes fest.

Die Veröffentlichung neuer Arbeitsmarktdaten hatte dagegen kaum Auswirkungen auf den Handel. Das Arbeitsministerium hatte vor Börsenbeginn in Washington mitgeteilt, dass die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche gesunken ist. Mit 302 000 war die Zahl dabei niedriger als von Volkswirten erwartet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,74 Mrd. Aktien den Besitzer. 2249 Werte legten zu, 1064 gaben nach und 154 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,93 Mrd. Aktien 2062 im Plus, 946 im Minus und 157 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 11/32 auf 102-03/32. Sie rentierten mit 4,608 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben um 20/32 auf 95-27/32 nach und hatten damit eine Rendite von 4,763 Prozent.

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