Marktbericht New York
US-Börsen: Zinsphantasie stützt Standardwerte

Positiv aufgenommene Inflationsdaten haben den US-Standardwerten am Dienstag Gewinne beschert und dem Dow vorübergehend zu einem Rekordhoch verholfen. Enttäuschende Quartalszahlen des Schwergewichts Wal-Mart und der Baumarktkette Home Depot drückten allerdings die Stimmung unter den Anlegern.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,28 Prozent fester bei 13 384 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte er sich zwischen 13 339 und 13 482 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor dagegen 0,13 Prozent auf 1 501 Zähler. Auch der Technologie-Index Nasdaq rutschte ins Minus und notierte mit 2 525 Punkten 0,83 Prozent im Minus.

Auftrieb erhielt der Dow Jones in erster Linie von neuen Inflationsdaten, wie Tim Smalls von Execution LLC sagte. Ein unerwartet schwacher Anstieg der Preise im April gab den Börsianern neue Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen in den USA schon bald senken könnte. Anleger hatten das Gegenteil befürchtet, falls die Preissteigerung hartnäckig bleiben sollte.

Von der Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung profitierten Werte wie American Express, die knapp ein Prozent auf 63,02 Dollar zulegten. JP-Morgan-Chase-Aktien verteuerten sich um knapp 0,4 Prozent auf 52,03 Dollar. Auch die Aktien des Mischkonzerns General Electric legten leicht zu und tendierten 0,1 Prozent im Plus.

Zu den Tagesverlierern zählten hingegen die Papiere des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart. Dieser blieb trotz einer Gewinnsteigerung im abgelaufenen Quartal hinter den Börsenerwartungen zurück - die Aktie gab 0,46 Prozent nach auf 47,62 Dollar. Wegen unerwartet schwacher Zahlen standen auch die Papiere von Home Depot mit einem Abschlag von 1,82 Prozent auf 38,30 Dollar auf der Verliererseite. Die weltgrößte Baumarktkette bekam zu Jahresanfang den schwächeren US-Immobilienmarkt zu spüren.

Zu den größten Verlieren zählten die Papiere von Amgen, die sowohl den S&P 500 als auch den Nasdaq belasteten. Die Anteilscheine der Biotech-Firma gaben in Folge von Herabstufungen durch Analysten 3,67 Prozent auf rund 54 Dollar nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,65 Milliarden Aktien den Besitzer. 1239 Werte legten zu, 2012 gaben nach und 181 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,21 Milliarden Aktien 874 im Plus, 2125 im Minus und 149 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 2/32 auf 98-11/32. Sie rentierten mit 4,710 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 5/32 auf 97-31/32 und hatten eine Rendite von 4,880 Prozent.

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