Marktbericht New York
US-Immobiliendaten bringen Börse ins Trudeln

Die US-Aktienbörsen haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Die Februar-Zahlen zum Verkauf neuer Eigenheime in den USA lösten Konjunktursorgen aus.

HB NEW YORK. Daraufhin sanken Aktien der Wohnbaubranche. Vor allem Papieren der Fluggesellschaften machte der Ölpreis zu schaffen, der wegen der wachsenden Spannungen zwischen dem Westen und dem Opec-Mitglied Iran stieg. Die Technologiebörse Nasdaq profitierte dagegen von einer Hochstufung des Computerherstellers Dell.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sank 0,10 Prozent auf 12.469 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 notierte 0,10 Prozent niedriger bei 1438 Zählern. Der Index der Nasdaq stieg jedoch um 0,27 Prozent auf 2456 Stellen. Der Verkauf neuer Eigenheime in den USA fiel im Februar auf den tiefsten Stand seit fast sieben Jahren, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Die Zahl der verkauften Eigenheime sank zum Vormonat um 3,9 Prozent auf annualisiert 848.000. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg auf 985.000 verkaufte Häuser gerechnet.

„Die Unternehmen der Branche werden deshalb geschlachtet“, sagte Gary Shilling von A. Gary Shilling & Co. und ergänzte: „Die Leute sind hinreichend zu der Erkenntnis gelangt, dass die Wirtschaft leidet, wenn der Eigenheimbau kriselt.“ Die Anleger beobachten den Häusermarkt schon seit längerem mit einigem Unbehagen. Zuletzt hatte die Krise mehrerer Hypothekenbanken für Unruhe gesorgt.

Den Trend gaben nun Unternehmen wie KB Home vor, das Ein-Familien-Häuser baut. Sein Aktienkurs büßte 1,68 Prozent auf 45,99 Dollar ein. Dem folgte zum Beispiel der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart, dessen Aktie 0,15 Prozent im Minus bei 47,84 Dollar lag.

US-Leichtöl verteuerte sich um 1,08 Prozent auf 62,95 Dollar je Barrel. Zuvor hatte sich die Krise um die 15 vom Iran gefangen genommenen britischen Soldaten zugespitzt.

Besonders von dem Rohstoff abhängige Firmen wie die Fluggesellschaften mussten dafür an der Börse Kursabschläge hinnehmen: Anteilsscheine von US Airways etwa notierten 1,81 Prozent schwächer bei 46,72 Dollar.

Viele Technologieaktien lagen aber im Plus. Zuvor hatte die Investmentbank Goldman Sachs den Dell hochgestuft. Die Papiere des Computerkonzerns notierten 3,46 Prozent fester bei 23,62 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,47 Milliarden Aktien den Besitzer. 1605 Werte legten zu, 1679 gaben nach und 150 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,75 Milliarden Aktien 1405 im Plus, 1655 im Minus und 131 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 4/32 auf 100-06/32. Sie rentierten mit 4,601 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 3/32 auf 99-07/32 und hatten eine Rendite von 4,798 Prozent.

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