Marktbericht New York
US-Indizes nur noch mit minimalen Zuwächsen

Unerwartet gute Zahlen des US-Computerriesen Hewlett-Packard (HP) haben der Wall Street am Donnerstag ins Plus verholfen. Die Gewinne wurden jedoch deutlich durch schlechte Nachrichten für den US-Pharmakonzern Merck & Co. geschmälert.

HB NEW YORK. Damit setzten sich die Kurszuwächse der vergangenen Tage nach von Anlegern positiv bewerteten US-Konjunkturdaten fort. Auch die Aktien des HP-Konkurrenten Dell, der nach Börsenschluss Zahlen vorlegen wollte, legten zu.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,07 Prozent fester bei 11 334 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 11 298 und 11 372 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 legte um 0,16 Prozent auf 1297 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte um 0,38 Prozent fester bei 2157 Punkten.

„Es war meine größte Sorge, dass die Konjunktur deutlich an Schwung verlieren könnte, und dafür lieferten die in dieser Woche veröffentlichten Daten keine Belege“, sagte Rick Campagna von Provident Investment Council. Anleger sahen die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed nach der Veröffentlichung von US-Konjunkturindikatoren schwinden. Am Donnerstag veröffentlichte Daten der Notenbank von Philadelphia dämpften zudem Sorgen vor einer drastischen Verlangsamung des US-Wirtschaftswachstums. Anleger bewerteten auch angesichts des gesunkenen Ölpreises die Inflationsentwicklung als günstiger.

Der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) US-Leichtöl gab bis Börsenschluss um rund eineinhalb Dollar auf gut 70 Dollar nach. Energiesensible Titel wie die des US-Baumaschinenherstellers Caterpillar gewannen daraufhin 0,36 Prozent auf 69,36 Dollar. Der weltweit zweitgrößte Computerhersteller HP hatte am Vortag nach Börsenschluss einen höheren Quartalsgewinn ausgewiesen als erwartet und eine Fortsetzung des drastischen Stellenabbaus angekündigt. HP-Aktien legten am Donnerstag um rund zwei Prozent auf 35,15 Dollar zu. Die Aktien des HP-Rivalen Dell notierten um 0,31 Prozent fester bei 22,80 Dollar. Spekulationen um ein ein neues Multimedia-Modell des BlackBerry-Herstellers Research In Motion (RIM) beflügelten dessen Aktienkurs: RIM-Anteilsscheine legten um 2,69 Prozent auf 79,81 Dollar zu.

Zu den Verlieren zählten die Aktien des US-Pharmakonzerns Merck & Co. Nach Rückschlägen in der Klagewelle um das Schmerzmittel Vioxx sackte der Merck-Kurs um 5,71 Prozent auf 38,83 Dollar ab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,57 Mrd. Aktien den Besitzer. 1800 Werte legten zu, 1531 gaben nach und 149 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,95 Mrd. Aktien 1782 im Plus, 1237 im Minus und 141 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 01/32 auf 100-01/32. Sie rentierten mit 4,869 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken um 02/32 auf 92-11/32 und hatten eine Rendite von 4,9999 Prozent.

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