Marktbericht New York
US-Indizes schließen auf Rekordständen

Unerwartet positive Konjunkturdaten haben den US-Aktienmärkten am Freitag Gewinne beschert. Die Zahlen gaben den Investoren Hoffnung auf eine Wirtschaftsbelebung und damit auch auf gute Geschäftsaussichten der Unternehmen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P-500-Index schlossen auf Rekordständen.

HB NEW YORK. Bei einigen der größten Gewinnern der jüngsten Zeit bremsten allerdings Gewinnmitnahmen die Kurse.

Der Dow gewann 0,3 Prozent auf 13 668 Punkte, nachdem er sich im Handelsverlauf zwischen 13 624 und 13 692 bewegt hatte. Der S&P 500 legte 0,37 Prozent auf 1 536 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq stieg 0,36 Prozent auf 2 613 Punkte. Im Wochenverlauf kletterte der Dow 1,19 Prozent, der S&P 500 gewann 1,35 Prozent und der Nasdaq 2,22 Prozent.

Die vom Arbeitsministerium mitgeteilte Zahl der Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft stieg im Mai überraschend deutlich um 157 000 im Vergleich zum Vormonat. Auch der Index der Einkaufsmanager kletterte stärker als von Analysten erwartet, ebenso der von Reuters und der Universität Michigan ermittelte Index des Verbrauchervertrauens.

„Der Beschäftigungsbericht deutet darauf hin, dass die Konjunktur sich zwar abgeschwächt, den Tiefpunkt der Verlangsamung aber hinter sich gelassen hat“, sagte Owen Fitzpatrick von Deutsche Bank Private Wealth Management. „Ich glaube allerdings, dass sich die Leute um eine überfällige Korrektur sorgen.“

Zu den Profiteuren der optimistischen Stimmung gehörten die Papiere stark konjunkturabhängiger Unternehmen wie Honeywell International. Dessen Aktienkurs legte 1,54 Prozent auf 58,80 Dollar zu.

Die Aktie des weltgrößten Einzelhandelskonzerns Wal-Mart sprang um 3,93 Prozent auf 49,47 Dollar. Damit belohnte der Markt die Ankündigung des Konzerns, Kosten zu senken, den Ausbau seiner Großflächen-Supermärkte einzuschränken und eigene Aktien im Wert von 15 Milliarden Dollar zurückzukaufen. Auch die Konkurrenten Kroger und Safeway verbuchten daraufhin deutliche Kursgewinne.

Der Computerhersteller Dell profitierte von einem unerwartet wenig geschrumpften Gewinn und Plänen, rund zehn Prozent seiner Stellen abzubauen. Der Kurs des Unternehmens gewann 1,45 Prozent auf 27,30 Dollar.

14,8 Prozent im Plus bei 61,20 Dollar schloss die Aktie des Dow-Jones-Konzerns. Grund war Händlern zufolge die Mitteilung, dass der Hauptanteilseigner des Mutterkonzerns des „Wall Street Journal“ nun doch zu Gesprächen mit dem Medienmogul Rupert Murdoch über dessen fünf Milliarden schweres Übernahmeangebot bereit sei.

Unter Gewinnmitnahmen litt dagegen der Kurs des Flugzeugherstellers Boeing, der 0,76 Prozent auf 99,83 Dollar nachgab. Beim Computerbauer Apple betrug das Minus 2,3 Prozent auf 118,40 Dollar. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,48 Milliarden Aktien den Besitzer. 2 223 Werte legten zu, 1 081 gaben nach und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 1 890 im Plus, 1 125 im Minus und 137 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 16/32 auf 96-14/32. Sie rentierten mit 4,958 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 24/32 auf 95-8/32 nach und hatten eine Rendite von 5,060 Prozent.

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