Marktbericht New York
US-Indizes schließen sämtlich im Minus

Unerwartet schlechte Konjunkturdaten haben die Aktienmärkte in den USA am Dienstag in die Verlustzone gedrückt. Eine Herabstufung beim Chiphersteller Intel führte zu einem Ausverkauf bei Technologie-Titeln. Nach Gewinnen an den drei vorangegangenen Handelstagen machten Anleger zudem Kasse.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss in New York um 0,26 Prozent leichter bei 11 950 Punkte. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 11 979 und 11 887 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,37 Prozent auf 1 364 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,8 Prozent auf 2 344 Punkte.

„Wir hatten eine ziemlich anhaltende Rally, und mit oder ohne diese Daten hätte wohl eine Ruheperiode eingesetzt“, sagte Cummins Catherwood von Rutherford, Brown & Catherwood. Wie die Notenbank zuvor mitgeteilt hatte, war die US-Industrieproduktion im September unerwartet gesunken. Auch die Erzeugerpreise gingen stärker als erwartet zurück, was Inflationsängste anfachte und Sorgen vor weiteren Zinserhöhungen in den USA nährte.

Die Aktien von Intel gaben um 3,29 Prozent auf 20,90 Dollar nach, nachdem die Investmentbank Goldman Sachs ihre Bewertung für die Anteilsscheine des Konzerns verschlechtert hatte. Dies belastete auch die Aktien von Qualcomm, einem anderen Chiphersteller. Dessen Anteilsscheine verbilligten sich um 2,21 Prozent auf 38,94 Dollar. Intel wollte nach Börsenschluss Quartalszahlen vorlegen - ebenso Yahoo, Motorola und IBM.

Trotz eines Gewinnsprungs rutschte der Aktienkurs des Mischkonzerns United Technologies um 2,26 Prozent auf 65,28 Dollar ab. Händler verkauften das Papier wegen Warnungen des Unternehmens, der sich abkühlende US-Häusermarkt könnte sich negativ auf die künftige Gewinnsituation auswirken.

Gegen den Trend verteuerten sich die Aktien des Pharma- und Konsumgüterkonzerns Johnson & Johnson um 1,77 Prozent auf 66,08 Dollar. Das Unternehmen hatte zuvor unerwartet gute Geschäftszahlen bekannt gegeben. Die Aktien der US-Bank Merrill Lynch kletterten um 0,49 Prozent auf 84,52 Dollar. Die Bank hatte den Gewinn im dritten Quartal mehr als verdoppelt.

Ein wichtiges Thema des Handels war auch die Fusion der beiden Chicagoer Derivatebörsen CBOT und der CME für acht Mrd. Dollar. Die Aktien der CME legten 2,63 Prozent auf 516,50 Dollar zu, die CBOT-Papiere sprangen um 13 Prozent nach oben auf 151,99 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,52 Mrd. Aktien den Besitzer. 1265 Werte legten zu, 2074 gaben nach und 142 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,14 Mrd. Aktien 1122 im Plus, 1884 im Minus und 166 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 02/32 auf 100-25/32. Sie rentierten mit 4,772 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 5/32 auf 93-24/32 und hatten eine Rendite von 4,903 Prozent.

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