Marktbericht New York
Wall Street: Anleger fahren Gewinne ein

Die US-Börsen haben zum Ende der Woche nahezu unverändert geschlossen. Eine Warnung von Microsoft-Chef Steve Ballmer vor überzogenen Umsatzerwartungen beim neuen Betriebssystem Vista drückte die Stimmung der Anleger. Zudem belastete die Lage am US-Immobilienmarkt die Kurse.

HB NEW YORK. Die Nachricht über eine mögliche Allianz des Autobauers GM mit Chrysler verbreitete dagegen die Hoffnung auf verstärkte Übernahmeaktivitäten bei Unternehmen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss in New York 0,02 Prozent höher bei 12.767 Punkten, nachdem er sich im Handelsverlauf zwischen 12.744 und 12.769 Zählern bewegt hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte 0,09 Prozent tiefer bei 1455 Punkten. Der Technologie-Index Nasdaq gab 0,03 Prozent auf 2496 Stellen nach. Damit ergibt sich im Wochenverlauf ein Plus von 1,5 Prozent beim Dow. Der S&P lag 1,2 Prozent und der Nasdaq-Index 1,5 Prozent höher.

Der US-Immobilienmarkt hat sich zu Jahresbeginn überraschend deutlich verschlechtert. Die Zahl der Wohnbaubeginne sank im Januar um gut 14 Prozent auf 1,4 Millionen Häuser. Dies war das stärkste Minus seit Oktober und deutlich niedriger als vom Markt erwartet. Zudem verzeichnete der von Anlegern stark beachtete Michigan-Index im Februar überraschend einen Rückgang. Das bedeutet, dass das Vertrauen der US-Verbraucher in die Wirtschaft ihres Landes gesunken ist.

"Die heute veröffentlichten Zahlen waren generell unerwartet schwach, besonders enttäuschend waren aber die Immobiliendaten", sagte Steve Goldman von Weeden & Co. "Zudem sehen wir heute Gewinnmitnahmen, nachdem der Markt die vergangenen drei Tage nur zugelegt hat." Der Dow hatte am Donnerstag den zweiten Tag in Folge auf einem Rekordstand geschlossen.

Zu den Verlierern zählten die Microsoft-Aktien. Die am stärksten gehandelten Papiere des Nasdaq verbilligten sich um 2,4 Prozent auf 28,74 Dollar. Zuvor hatte Konzern-Chef Ballmer erklärt, einige der Analystenschätzungen für Windows Vista seien übermäßig aggressiv.

Kursverluste verzeichnete auch die Aktie des größten US-Reifenherstellers Goodyear: Sie fiel knapp ein Prozent auf 25,18 Dollar. Der Conti-Rivale hatte seinen Quartalsverlust wegen eines Streiks um etwa das siebenfache ausgeweitet.

Tiefer notierte auch die Aktie des weltgrößten Autobauers General Motors. Dieser führt Kreisen zufolge erste Gespräche über eine Übernahme des Rivalen Chrysler. GM-Aktien fielen 0,3 Prozent auf 36,34 Dollar.

Kursgewinne verbuchte auch die Aktie der US-Bank Compass Bancshares, nachdem Spaniens zweitgrößte Bank BBVA den Kauf des Instituts bekannt gegeben hatte. Die Compass-Aktie legte um 6,5 Prozent auf 70,70 Dollar zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,36 Milliarden Aktien den Besitzer. 1658 Werte legten zu, 1676 gaben nach und 130 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 1686 im Plus, 1303 im Minus und 170 unverändert. Die US-Kreditmärkte schlossen am Freitag wegen eines bevorstehenden Feiertags schon einige Stunden früher als üblich. Die zehnjährigen Staatsanleihen stiegen um 05/32 auf 99-15/32. Sie rentierten mit 4,690 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 08/32 auf 99-11/32 und hatten eine Rendite von 4,791 Prozent.

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