Marktbericht New York
Wall Street geht mit Verlusten aus dem Handel

Ein sinkender Ölpreis hat an der Wall Street am Mittwoch die Energiewerte belastet und den führenden Indizes Verluste beschert. Auch Sorgen vor einer Zinserhöhung nach den jüngsten starken US-Konjunkturdaten drückten auf die Stimmung.

HB NEW YORK. Entgegen dem Markttrend legten Papiere des US-Autobauers Ford zu. Einem Medienbericht zufolge plant der Konzern umfangreiche Stellenstreichungen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,42 Prozent schwächer bei 10.810 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 10.764 und 10.868 Zählern gependelt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,5 Prozent auf 1257 Stellen nach, der Index der US-Technologiebörse Nasdaq 0,39 Prozent auf 2252 Punkte.

Wenig Einfluss auf den Markt hatten die Ereignisse auf dem Flughafen von Miami. Dort war ein offenbar mit einer Bombe bewaffneter Passagier der Fluggesellschaft American Airlines von einem Wachmann erschossen worden. Papiere von AMR Corp., der Muttergesellschaft von American, legten trotz der Meldungen um gut drei Prozent auf 19,32 Dollar zu.

Die US-Ölvorräte nahmen in der vergangenen Woche einem Regierungsbericht zufolge überraschend zu. Das ließ den Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) US-Leichtöl unter die 60-Dollar-Marke auf 59,30 Dollar rutschen. Die Papiere der Öl-Multis bekamen dies unmittelbar zu spüren: Aktien von Exxon Mobil verloren 1,1 Prozent auf 59,02 Dollar, die des Konkurrenten ConocoPhillips 0,9 Prozent auf 63,17 Dollar.

"Die Papiere im Energiesektor sind sehr sensibel, was die Daten zu den Beständen angeht", sagte Analyst Mike Driscoll von Bear Stearns. Allerdings sei die Aussicht für die Energiewerte im Allgemeinen ganz gut, da der Ölpreis insgesamt auf hohem Niveau verharre. Am Vortag hatten die Energie-Titel noch deutlich zugelegt, als der Ölpreis etwas gestiegen war.

Im Grunde genommen konsolidiere sich der Markt nach den jüngsten Höchstständen aber ganz allgemein, sagte Analyst Todd Clark von Nollenberger Capital Partners. Anteilsscheine des Industriekonzerns ITT Industries waren für die Anleger offenbar wenig attraktiv und büßten um 7,8 Prozent auf 98,65 Dollar ein. Die Prudential Equity Group hatte die Aktien des Unternehmens zuvor herabgestuft.

Für etwas Auftrieb sorgten hingegen Ford-Papiere, die um 1,1 Prozent auf 8,20 Dollar hinzugewannen. Die Zeitung "Detroit News" hatte berichtet, der Konzern wolle in Nordamerika in den kommenden fünf Jahren bis zu 30 000 Stellen streichen - deutlich mehr als bislang angenommen.

An der Nasdaq warteten die Anleger mit Spannung auf den Zwischenbericht zur Geschäftsentwicklung im laufenden Quartal vom Chiphersteller Intel, der für Donnerstag angekündigt ist. Die Aktien verloren knapp zwei Prozent auf 26,15 Dollar. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,58 Milliarden Aktien den Besitzer. 1222 Werte legten zu, 2151 gaben nach und 140 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,75 Milliarden Aktien 1152 im Plus, 1875 im Minus und 166 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 08/32 auf 99-27/32 nach. Sie rentierten mit 4,519 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 18/32 auf 109-19/32 und hatten eine Rendite von 4,719 Prozent.

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