Marktbericht New York
Wall Street: Kaum Impulse von der Fed

Die US-Börsen haben am Mittwoch leichte Kursgewinne verbucht. Der Beschluss der US-Notenbank (Fed), den Leitzins stabil zu halten, verlieh den Börsen nur kurz Impulse. Danach grenzten die Sorgen über die Geschäftsaussichten des Autoherstellers GM und des Flugzeugbauer Boeing die Kursgewinne der Standardwerte ein.

HB NEW YORK. Der Internet-Einzelhändler Amazon sorgte allerdings mit seinem Quartalsbericht für ein deutlicheres Plus der Technologieaktien. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,06 Prozent auf den Rekordschluss von 12 135 Punkten. Zwischenzeitlich notierte der Dow auf einem neuen Allzeithoch von 12 148 Zählern. Der Tagestiefstand lag bei 12 082 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte um 0,35 Prozent auf 1 382 Zähler. Der Index der Technologie-Börse Nasdaq legte 0,5 Prozent auf 2 357 Punkte zu.

Die Börsen reagierten zunächst mit deutlichen Kursgewinnen auf die Fed-Erklärung, da die Inflationswarnung der Währungshüter nicht so drastisch ausfiel wie befürchtet. Doch über ihre künftigen Absichten ließen die Zentralbanker die Investoren weitgehend rätseln. Daher fiel die Marktreaktion insgesamt verhalten aus. "Ihre Erklärung enthielt nichts wirklich Neues, und sie war nicht stark genug, um die Anleger von den Unternehmensberichten und dem ersten größeren Anstieg des Ölpreises seit langem abzulenken", sagte Jim Awad von Awad Asset Management.

US-Leichtöl zur Lieferung im Dezember kostete vorübergehend mit 61,40 Dollar pro Barrel gut zwei Dollar mehr. Grund war ein überraschender Rückgang der Öllieferungen und der Lagerbestände. Hohe Rohstoffkosten drücken auf die Gewinne der meisten Unternehmen.

Zu den Verlierern gehörte GM, dessen Papiere 4,1 Prozent auf 34,71 Dollar nachgaben. Zwar hatte der weltgrößte Autobauer bekannt gegeben, dass er im laufenden Geschäft dank Kostensenkungen doppelt so viel verdient habe wie erwartet. Doch Analysten sagten, nun komme erst der schwerere Teil der Konzernsanierung.

Boeing-Aktien verbilligten sich um 3,27 Prozent auf 80,86 Dollar. Die Schließung seines verlustträchtigen Internetdienstes hatte den Gewinn im dritten Quartal gedrückt. Da auch im vierten Quartal Belastungen wegen der Abwicklung erwarten werden, reduzierte Boeing seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr etwas.

Positiv aufgenommen wurden die am Vorabend veröffentlichten Quartalszahlen von Amazon. Die Papiere verbesserten sich um 12,04 Prozent auf 37,68 Dollar. Das Unternehmen übertraf mit Gewinn und Umsatz die Markterwartungen. Zudem kündigte Amazon an, die Ausgaben für die Technik weniger als geplant zu erhöhen. Davon versprechen sich die Anleger künftig größere Gewinne.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,83 Mrd. Aktien den Besitzer. 2274 Werte legten zu, 1084 gaben nach und 133 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,13 Mrd. Aktien 1748 im Plus, 1301 im Minus und 147 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 14/32 auf 100-26/32. Sie rentierten mit 4,769 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 28/32 auf 93-31/32 und hatten eine Rendite von 4,888 Prozent.

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