Marktbericht New York
Wall Street leidet unter Zuversicht der Fed

Die Lage ist schlimm, aber nicht schlimm genug für eine Zinssenkung - so interpretieren die Finanzmärkte das Beige Book, den jüngsten Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed. Weil zudem wenig erbauliche Daten vom Arbeits- und vom Immobilienmarkt eintrafen, gehen die US-Börsen mit einem ziemlichen Minus aus dem Handel.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index gab um 1,07 Prozent auf 13 305,47 Punkte nach. Der S&P-500-Index verlor 1,15 Prozent und ging mit 1 472,29 Punkten aus dem Handel. Der NASDAQ-Index fiel um 0,92 Prozent auf 2 605,95 Punkte.

Die Fed erklärte in ihrem Konjunkturbericht, außerhalb des Immobiliensektors gebe es nur begrenzte Berichte über die Auswirkungen der Turbulenzen in den Finanzmärkten auf die Wirtschaftsaktivität. Analysten sahen dies als Hinweis darauf, dass die Fed bei ihrem nächsten Treffen am 18. September den Zinssatz doch nicht senken werde.

"Das Beige Book hat gezeigt, dass sich die Lage nicht so massiv verschlechtert hat, als dass sie eine Zinssenkung bewirken würde", sagte Doug Roberts von Channel Capital Research.com in Shrewsbury, New Jersey. Auf den Häusermarkt hatten schärfere Bedingungen bei der Kreditvergabe der Fed zufolge jedoch merkliche Auswirkungen.

Der Häuserverkauf fiel im Juli überraschend stark auf ein neues Tief seit September 2001. Der Verkauf bereits bestehender Häuser ging um 12,2 Prozent zurück. "Die Zahlen, die wir diesen Monat bekommen, sind die ersten, an denen man die Auswirkungen der Hypothekenmarktkrise sehen wird", sagte ein Analyst. Es komme nun vor allem darauf an, wie drastisch die Zahlen ausfielen und wie lange dieser Trend anhalte.

Einer Umfrage des privaten Beschäftigungsservice ADP zufolge wurden auf dem privaten Arbeitsmarkt im August nur 38 000 Arbeitsplätze geschaffen, verglichen mit 48 000 im Monat zuvor. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Wirtschaftsexperten hatten gar mit 83 000 neuen Stellen gerechnet. Wie eine zweite Umfrage zeigte, kam es im August infolge der Hypothekenkrise zudem verstärkt zu Entlassungen im Finanzsektor.

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