Marktbericht New York
Wall Street mit wenig Bewegung

Die Aktienmärkte in den USA haben am Montag weitesgehend unverändert geschlossen. Zwar sorgte die milliardenschwere Übernahme des größten US-Kaugummikonzerns Wm Wrigley durch den Schokoriegel-Hersteller Mars für Kauflaune unter den Anlegern. Aber die Sorge vor weiteren schlechten Nachrichten aus der Bankenwelt dämpfte die Stimmung an der Wall Street.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent leichter bei 12 871 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,1 Prozent auf 1 396 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq beendete den Handel 0,1 Prozent höher bei 2 424 Punkten.

Als Grund für die Kursgewinne nannten Analysten vor allem die Übernahme von Wrigley durch Mars und Berkshire Hathaway für 23 Milliarden Dollar. „Ein Zusammenschluss in dieser Größenordnung zu einer Zeit, in der Kredite schwer zu erhalten sind, dürfte ein Signal geben, dass die Krise an den Finanzmärkten langsam überstanden sein könnte“, sagte Analyst Peter Cardillo von Avalon Partners in New York. An der Börse legten Wrigley-Aktien etwa 23 Prozent auf 76,91 Dollar zu.

Zu den Gewinnern zählten auch Ford-Anleger, deren Aktien sich um 9,5 Prozent auf 8,21 Dollar verteuerten. Der US-Investor und Milliardär Kirk Kerkorian hatte zuvor seinen Einstieg als Großaktionär bei dem Autohersteller verkündet.

Die Papiere des Computerspiel-Herstellers Take-Two Interactive profitierten von positiven Rezension für den voraussichtlichen Kassenschlager „Grand Theft Auto 4“: Sie gewannen ein Prozent auf 26,47 Dollar.

Einen Dämpfer bekam die Stimmung jedoch, weil an der Wall Street Unsicherheit über die weitere Zinsentwicklung in den USA herrscht: Die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch wird mit Spannung erwartet, denn erstmals seit August gilt nicht als sicher, dass die Fed den US-Leitzins weiter senken wird.

Zudem gerieten einige Finanztitel unter Druck, nachdem die US-Bank Morgan Stanley ihre Gewinnprognosen für eine Reihe von Geldhäusern reduziert hatte. So verloren die Papiere von Wells Fargo 0,8 Prozent, Wachovia-Titel rutschten 0,4 Prozent ab.

Ebenfalls zu den Verlierern zählte Microsoft, dessen Aktien sich um rund 2,8 Prozent verbilligten. Yahoo hatte am Wochenende eine von dem weltgrößten Software-Konzern gesetzte Frist verstreichen lassen, ohne dessen Übernahmeangebot anzunehmen. Yahoo-Aktien legten 1,4 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,21 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 794 Werte legten zu, 1 313 gaben nach und 111 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 1549 im Plus, 1311 im Minus und 152 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 10/32 auf 97-10/32. Sie rentierten mit 3,831 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 18/32 auf 96-30/32 und hatten eine Rendite von 4,563 Prozent.

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