Marktbericht New York
Wall Street ohne klare Richtung

Die New Yorker Börsen haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Enttäuschende Quartalszahlen aus dem Finanzsektor drückten die Standardwerte ins Minus. Der Technologieindex Nasdaq dagegen landete dank starker Apple-Aktien leicht im Plus.

HB NEW WORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab bis zum Handelsschluss um 0,19 Prozent auf 12 825 Punkte nach. Im Verlauf pendelte er zwischen 12 571 und 12 850 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,16 Prozent auf 1 388 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte hingegen 0,21 Prozent im Plus bei 2 408 Zählern.

Ganz oben auf den Verkaufslisten der Börsianer standen die Aktien der Bank of America: Die Papiere schlossen mit einem Minus von 2,5 Prozent. Die weltweite Finanzmarktkrise hatte das Ergebnis der zweitgrößten US-Bank zu Jahresbeginn um 77 Prozent auf 1,21 Milliarden Dollar einbrechen lassen. Das ist nur die Hälfte dessen, was von Analysten erwartet worden war.

BoA-Chef Kenneth Lewis warnte, die Probleme auf den Kreditmärkten seien noch nicht vorbei und die Auswirkungen des Einbruchs auf dem Häusermarkt könnten noch mindestens bis Ende 2008 andauern. Bei den Bankenwerten brachen zudem die Papiere von National City um mehr als 27 Prozent ein. Händler verwiesen zur Begründung des Kursverfalls ebenfalls auf die Quartalsbilanz.

Die Bank hatte einen Verlust ausgewiesen und will ihre Dividende verringern. „Die Leute sind der Ansicht, dass die Rentabilitätssaussichten für Banken deutlich geschädigt sind“, sagte Stephen Massocca von der Investmentbank Pacific Growth Equities in San Francisco. „Ich sehe oder erwarte nicht, dass die Kapitalerhöhungen bei den Banken vorüber sind.“ Der S&P-Finanzindex schloss 1,7 Prozent tiefer.

Auf der Verliererseite fanden sich auch die Anteilsscheine des US-Pharmaunternehmens Eli Lilly mit einem Abschlag von 4,8 Prozent. Der Konzern hat zwar seinen Gewinn im ersten Quartal verdoppelt, der Umsatz lag aber etwas unter den Erwartungen der Analysten.

Abgestraft wurden darüber hinaus die Aktien des weltgrößten Spielzeugherstellers Mattel. Das Unternehmen hat im ersten Quartal wegen stark rückläufiger Verkaufszahlen von Fisher-Price-Produkten einen Verlust von 46,6 Millionen Dollar verbucht. Die Mattel-Papiere sanken um mehr als acht Prozent. Die Aktien des zweitgrößten US-Spielzeugherstellers Hasbro rückten indes nach Veröffentlichung eines Gewinnanstiegs um 9,8 Prozent vor.

An der Nasdaq zogen Apple-Aktien den Index ins Plus. Die Papiere des iPod-Herstellers stiegen um 4,4 Prozent. Berichten zufolge erhöhte die Citigroup ihre Prognose für den Apple-Gewinn je Aktie im ersten Quartal. Der Konzern veröffentlicht am Mittwoch seine Zahlen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,12 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 366 Werte legten zu, 1 767 gaben nach und 88 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,63 Milliarden Aktien 1259 im Plus, 1 639 im Minus und 139 unverändert.

An den US-Kreditmärkten sanken die zehnjährigen Staatsanleihen um 2/32 auf 98-7/32. Sie rentierten mit 3,716 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 9/32 auf 98-8/32 und hatten eine Rendite von 4,481 Prozent.

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