Marktbericht New York
Wall Street schließt freundlich

Positiv bewertete Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Freitag in die Gewinnzone getrieben. Auch Unternehmensnachrichten stützten den Markt. Die Schnellrestaurant-Kette McDonalds prognostizierte für das dritte Quartal einen höheren Gewinn als von Analysten allgemein erwartet wird.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte 0,56 Prozent auf 14 093 Punkte. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 14 013 Punkten und 14 101 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,48 Prozent auf 1561 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq notierte mit 2805 Punkten 1,21 Prozent fester. Im Wochenverlauf gewannen der Dow 0,2 Prozent, der S&P-500 0,3 sowie der Nasdaq 0,9 Prozent.

Die Umsätze der US-Einzelhändler waren im September stärker als erwartet gestiegen, wie das Handelsministerium vor Börseneröffnung mitteilte. Die Kennziffer gilt als wichtiger Indikator für die US-Wirtschaft. Die Umsätze machen etwa ein Drittel der gesamten Verbraucherausgaben aus. Die Erzeugerpreise kletterten im September ebenfalls, jedoch weniger stark als von Experten erwartet.

Auch die erhöhte Gewinnprognose von McDonald's zeigt Analysten zufolge, dass die Verbraucher weiterhin gern Geld ausgeben. Das Papier der Kette legte 1,37 Prozent zu. Die Aktie des Coca-Cola-Konzerns verzeichnete ebenfalls Gewinne, und zwar um 1,07 Prozent. "Die Einzelhandelszahlen haben wirklich jeden überrascht, weil sie sehr gut waren - der Fokus bleibt jetzt auf der Branche", sagte Analyst Angel Mata von Stifel Nicolaus Capital Markets.

Die Aktien des Mischkonzerns General Electric verzeichneten nach der Bekanntgabe von Quartalszahlen Verluste. Das Unternehmen profitierte im dritten Quartal von der guten Nachfrage nach Gasturbinen und Flugzeugturbinen und steigerte Gewinn und Umsatz - allerdings nur etwa so viel, wie Analysten erwartet hatten. Der Markt zeigte sich enttäuscht, das Papier des Konzerns fiel um knapp 1,4 Prozent.

Die Anteilsscheine von Citigroup fielen, nachdem die Deutsche Bank die größte US-Bank heruntergestuft hatte. Die Papiere verloren mehr als 0,9 Prozent.

Zu den Verlierern gehörte auch der Softwarekonzern Oracle. Der SAP-Konkurrent will den heimischen Rivalen BEA Systems für 6,66 Mrd. Dollar übernehmen. Die Papiere von Oracle schlossen nahezu unverändert, die BEA-Aktie hingegen legte mehr als 38 Prozent zu und stützte damit die Tech-Werte.

Der Ölpreis stieg zwischenzeitlich auf ein Rekordhoch von mehr als 84 Dollar je Barrel. Öl der Nordseesorte Brent stieg um 56 Cent auf 80,71 Dollar. Werte von Energiekonzernen legten daraufhin zu; Exxon Mobil verteuerten sich um knapp 0,9 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,1 Mrd. Aktien den Besitzer. 1983 Werte legten zu, 1249 gaben nach und 126 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,95 Mrd. Aktien 1828 im Plus, 1113 im Minus und 151 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 11/32 auf 100-15/32. Sie rentierten mit 4,687 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 19/32 auf 101-15/32 und hatten eine Rendite von 4,905 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%