Marktbericht New York
Wall Street schließt knapp im Minus

Ein Fünfjahrestief beim Verbrauchervertrauen und drastisch sinkende Immobilienpreise heizten an den US-Börsen am Dienstag die Angst vor einer Rezession an. Während zudem ein Pharmakonzern die Wall Street belastete, sorgten die Ölpreise für etwas Entspannung. Unter dem Strich bleibt jedoch ein Minus.

HB NEW YORK. Negative Daten zum Verbrauchervertrauen und zu den Immobilienpreisen haben am Dienstag die US-Aktienmärkte belastet. Die Zahlen schürten die Angst vor einem Abgleiten der US-Wirtschaft in eine Rezession.Auf die Stimmung drückten zudem Probleme von Merck & Co. und anderen Pharmafirmen mit wichtigen Präparaten. Gestützt wurden die Kurse dagegen vom nachlassenden Erdölpreis.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer bei 12 831 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12 804 und 12 889 Punkten bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,4 Prozent auf 1390 Zähler.Der Technologie-Index Nasdaq legte 0,1 Prozent auf 2426 Punkte zu. Der deutsche Leitindex Dax hatte zuvor den Handel zuvor 0,6 Prozent tiefer bei 6 885 Zählern beendet.

Das Vertrauen der US-Verbraucher sank im April nach Angaben des Forschungsinstituts Conference Board auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren. Der entsprechende Index gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben, die etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen. Zudem zeigten neue Daten einen beschleunigten Preisverfall bei Eigenheimen. Insgesamt blieben die Umsätze an den Aktienmärkten vor der am Mittwoch anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve jedoch gering.

"Wir sehen gerade, wie mehrere im vergangenen Jahr in Gang gesetzte Entwicklungen zusammenkommen, nämlich hohe Energiepreise, die in Kombination mit rückläufigen Hauspreisen und Problemen am Finanzmarkt den Konsum belasten", sagte der Händler Matthew Kaufler von Clover Capital Management.

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