Marktbericht New York
Wall Street schließt mit Abgaben zum Quartalsende

Trotz der Vorlage einer Reihe recht positiver Konjunkturdaten haben die US-Aktienmärkte am Dienstag leichte Kursverluste verbucht. Fallende Kurse bei Energieunternehmen im Sog des fallenden Ölpreises dämpften den anfänglichen Optimismus auf dem Parkett wegen des absehbaren Endes der Zinserhöhungen durch die US-Notenbank.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,37 Prozent leichter auf 11.110 Zählern. Der Dow Jones verzeichnete mit einem Plus von 3,66 Prozent das beste erste Quartal seit vier Jahren. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,42 Prozent auf 1295 Punkte. Auch er schloss das Quartal mit einer Rekordmarke ab. Der Index legte 3,73 Prozent zu und erzielte damit das beste Ergebnis für die ersten drei Monate seit 1999. Für die US-Technologiebörse Nasdaq war es das beste erste Quartal seit 2000. Der Index der Technologiewerte verbuchte ein Plus von 6,1 Prozent. Am Freitag schloss er allerdings um 0,04 Prozent leichter auf 2340 Stellen.

"Am letzten Tag des Quartals erwarten viele, dass noch etwas passiert. Aber unglücklicherweise gibt es nicht genügend Neues, das den Märkten helfen könnte", kommentierte John Caldwell von der McDonald Financial Group die Marktentwicklung.

Die vorgelegten Konjunkturdaten wirkten sich nicht entscheidend auf die Märkte aus - obwohl das Verbrauchervertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung der USA im März nach endgültigen Berechnungen der Universität Michigan sogar stärker als erwartet gestiegen war. Die US-Industrie verzeichnete zudem nach einem starken Rückgang im Vormonat im Februar zwar wieder einen leichten Auftragsanstieg. Dieser lag allerdings deutlich unter den Markterwartungen. Der Ölpreis war gefallen, nachdem der Iran angekündigt hatte, sein Öl nicht als Waffe im Atomstreit mit dem Westen einsetzen zu wollen.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent fiel bis zum Abend um 0,28 Dollar auf 66,18 Dollar. US-Leichtöl verbilligte sich um 0,80 Dollar auf 66,31 Dollar. Der Ölpreis war wegen des internationalen Streits um das Atomprogramm des Iran zuletzt nach oben geklettert.

Wegen des nunmehr wieder gefallenen Ölpreises gaben die Anteilsscheine von Exxon Mobil leicht um 0,43 Prozent auf 60,86 Dollar nach. Auch die Papiere anderer Energieunternehmen wie ConocoPhillips wurden in Mitleidenschaft gezogen und verloren 2,06 Prozent auf 63,15 Dollar.

Unter besonderer Beobachtung von Aktienhändlern standen die Papiere des Autobauers General Motors. Der GM-Hauptzulieferers Delphi kündigte an, einige unrentable Verträge mit dem angeschlagenen Autobauer zu kündigen. GM-Aktien legten dennoch um ein Prozent auf 21,17 Dollar zu. Delphi-Papiere stiegen nach der Ankündigung radikaler Einschnitte zur Sanierung, die auch die Entlassung von bis zu 8500 Mitarbeitern vorsieht, deutlich um 15,45 Prozent auf 63,5 Cent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,61 Milliarden Aktien den Besitzer. 1718 Werte legten zu, 1573 gaben nach und 154 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,93 Milliarden Aktien 1888 im Plus, 1191 im Minus und 127 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 02/32 auf 97-08/32. Sie rentierten mit 4,853 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 01/32 auf 93-27/32 und hatten eine Rendite von 4,894 Prozent.

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