Marktbericht New York
Wall Street schließt mit ordentlichem Plus

Die US-Börsen haben am Dienstag nach Spekulationen auf ein gutes Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels im Plus geschlossen. Dazu trug Analysten zufolge vor allem Branchenprimus Wal-Mart bei, der Preissenkungen ankündigte. Zudem hätten Konjunkturdaten gezeigt, dass es keinen Grund für große Besorgnis über Inflationsgefahren gebe.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,71 Prozent auf 12 218 Punkte zu. Er schwankte im Handelsverlauf zwischen 12 085 und 12 228 Zählern - einem neuem Rekordhoch. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,64 Prozent auf 1 393 Zähler. Der Nasdaq-Composite notierte 1,01 Prozent höher bei 2 431 Zählern.

Frank Gretz von Shields & Co. machte dafür vor allem den neuen Optimismus in Bezug auf das Weihnachtsgeschäft verantwortlich. Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart hatte zuvor den Gewinn im abgelaufenen Quartal trotz enttäuschender US-Umsätze überraschend deutlich gesteigert. Dazu kamen die angekündigten Preissenkungen. Von ihnen versprechen sich die Anleger eine kräftige Umsatzsteigerung. "Alle sind besorgt wegen des Weihnachtsgeschäfts, aber dann läuft es besser als erwartet. Darauf können Sie jedes Jahr wetten", sagte Gretz.

Zudem teilte das Arbeitsministerium in Washington mit, dass die Erzeugerpreise in den USA im Oktober um 1,6 Prozent und damit deutlich stärker als erwartet gesunken seien. Die Investoren setzten deshalb darauf, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen nicht weiter erhöhen muss.

Zu den größten Gewinnern gehörte Wal-Mart. Sein Aktienkurs legte um 2,89 Prozent auf 47,66 Dollar zu. Konkurrent Target wies ebenfalls einen Gewinn über den Erwartungen aus. Seine Papiere stiegen deshalb um 2,42 Prozent auf 59,16 Dollar.

Auch Home Depot kletterte um 4,29 Prozent auf 37,96 Dollar. Zwar hatte die weltgrößte Baumarktkette nach einem schwachen dritten Quartal ihre Gewinn- und Umsatzprognosen deutlich herunter geschraubt. Als Grund nannte das US-Unternehmen die sich abschwächende Konjunktur auf seinem Heimatmarkt sowie eine geringere Nachfrage nach Eigenheimen. Daraufhin gab der Aktienkurs zunächst kräftig nach. Doch schließlich sagten Investoren, sie hätten die schlechten Ergebnisse schon in den Kurs eingepreist.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,72 Milliarden Aktien den Besitzer. 2481 Werte legten zu, 854 gaben nach und 145 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,96 Milliarden Aktien 2088 im Plus, 979 im Minus und 113 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 9/32 auf 100-12/32. Sie rentierten mit 4,576 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 21/32 auf 97,11/32 und hatten eine Rendite von 4,666 Prozent.

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