Marktbericht New York
Wall Street schließt nach Quartalszahlen im Minus

Die US-Börsen zeigten sich am Dienstag von den Quartalszahlen einiger Unternehmen enttäuscht. In Kombination mit neuen Rekordpreisen beim Öl drückte dies die Stimmung an den Märkten. Am Ende muss der Dow Jones recht deutliche Verluste hinnehmen.

HB NEW YORK. Schwache Unternehmenszahlen und ein neuer Rekord beim Ölpreis haben die New Yorker Aktienbörsen am Dienstag ins Minus gedrückt. Vor allem enttäuschende Prognosen - etwa des US-Halbleiterherstellers Texas Instruments und des Versicherers UnitedHealth Group - schürten erneut Konjunktursorgen und drückten auf die Stimmung der Anleger.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab bis zum Handelsschluss um 0,82 Prozent auf 12 720 Punkte nach. Im Verlauf pendelte er zwischen 12 656 und 12 825 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,88 Prozent auf 1 375 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,29 Prozent auf 2376 Punkte. Auch in Deutschland gewann die Furcht vor einer weltweiten Konjunkturabschwächung wieder die Oberhand: Der Dax schloss 0,9 Prozent tiefer bei 6728,30 Stellen. Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen die Aktien des US-Halbleiterherstellers Texas Instruments mit einem Abschlag von 5,8 Prozent. Das Unternehmen hat im zurückliegenden Quartal zwar mehr verdient, mit seinem Ausblick für das laufende Vierteljahr jedoch die Markterwartungen enttäuscht. In den Abwärtssog gerieten auch die Aktien der UnitedHealth Group. Der Versicherer konnte mit seinem Gewinn im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen und senkte zudem seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Die Papiere des Konzerns brachen um 9,7 Prozent ein.

Die Anleger achteten auf die Prognosen der Unternehmen, da sie sich Sorgen um die Wirtschaft machten, sagte Giri Cherukuri von Oakbrook Investments LLC in Lisle, Illinois. "Ich denke, wir müssen sehen, dass die Ausblicke sich erholen, dies würde dem Markt wieder auf die Beine helfen." Indes trieben die schwächelnde US-Währung sowie Lieferungsstörungen unter anderem in Nigeria den Ölpreis am Dienstag auf ein Rekordhoch. In der Spitze kostete ein Barrel Leichtöl der Sorte WTI 119,90 Dollar. Der Ölpreis habe immer weiter zugelegt und dies habe offensichtlich jegliche Erholung der wirtschaftlichen Lage abgedämpft, sagte Angel Mata von Stifel Nicolaus Capital Markets in Baltimore. Irgendwann müsse der Verbraucher seine Ausgaben einfach zurückfahren.

Auch die Anteilsscheine des Mutterkonzerns der US-Fluggesellschaft United Airlines litten am Dienstag unter den Folgen hoher Ölpreise. UAL hatte bekanntgegeben, im ersten Quartal aufgrund höherer Treibstoffkosten tiefer in die roten Zahlen gerutscht zu sein. UAL-Aktien brachen bis zum Handelsschluss um 36,8 Prozent ein. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,33 Milliarden Aktien den Besitzer. 882 Werte legten zu, 2250 gaben nach und 88 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,93 Milliarden Aktien 705 im Plus, 2185 im Minus und 129 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 8/32 auf 98-12/32. Sie rentierten mit 3,699 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 22/32 auf 98-23/32 und hatten eine Rendite von 4,452 Prozent.

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